Fresha Alternativen für Friseursalons in Österreich: Kosten im Check 2026
Fresha hat sich jahrelang einen Namen als die Salonsoftware gemacht, die kein Abo kostet. Viele Friseurinnen und Friseure in Österreich haben den Anbieter genau deshalb ausprobiert. Wer heute danach sucht, stößt aber schnell auf die Frage: Ist Fresha überhaupt noch kostenlos?
Die kurze Antwort: Nein. Auf der offiziellen Preisseite steht ein Monatsabo ab 14,95 €, dazu kommen Gebühren für Zahlungen und kostenpflichtige Zusatzleistungen. Dieser Artikel geht die Preisseite Punkt für Punkt durch (geprüft am 11. Oktober 2026), benennt ehrlich, was Fresha gut macht, und stellt Alternativen vor, die für einen Friseursalon in Österreich in Frage kommen. Darunter auch ViteUneCoupe, eine kostenlose Online-Terminbuchung ohne Provision, die bewusst ein reines Buchungstool ist. Was das konkret bedeutet, lesen Sie weiter unten, inklusive der Grenzen.
Ist Fresha noch kostenlos?
Nein. Das dauerhaft kostenlose Modell, mit dem Fresha bekannt wurde, gibt es auf der aktuellen Preisseite nicht mehr. Wichtig für Österreich: Eine eigene österreichische Preisseite existiert derzeit nicht. Die Adresse fresha.com/de-at/pricing liefert einen Fehler (HTTP 410, "Gone", geprüft am 11. Oktober 2026); maßgeblich ist die deutschsprachige Preisseite fresha.com/de/pricing. Alle folgenden Angaben stammen von dort, Stand 11. Oktober 2026.
Das Abo: Selbstständig und Team
- Selbstständig: 14,95 € pro Monat. Eine Kalenderspalte, ein Inklusivkontingent von 20 Nachrichten und 50 Marketing-E-Mails pro Monat, Support per E-Mail und Chat. 7 Tage kostenlos testen.
- Team: 9,95 € pro Monat und buchbarem Teammitglied. Mehrere Kalenderspalten, Inklusivkontingente je Mitglied, zusätzlich Telefonsupport.
- Enterprise: Preis auf Anfrage ab etwa 20 Teammitgliedern.
Ein Salon mit vier buchbaren Mitarbeiterinnen zahlt also rund 39,80 € pro Monat allein für das Abo. Die Preise sind laut Preisseite exklusive Mehrwertsteuer ausgewiesen; für einen österreichischen Salon kommen 20 % Umsatzsteuer dazu (mehr zur steuerlichen Seite weiter unten).
Zahlungsgebühren: hier verdient Fresha mit
Fresha bringt eine eigene Zahlungsabwicklung mit, und die ist ein zentraler Teil des Geschäftsmodells. Laut Preisseite fallen an:
- Online-Zahlungen: 1,29 % + 0,15 € pro Transaktion
- Zahlungen vor Ort (Terminal): 0,59 % + 0,15 € pro Transaktion, bei Tap to Pay zuzüglich 0,10 € je Autorisierung
- Ratenkauf über Klarna: 4,99 % + 0,50 € pro Transaktion
Das sind marktübliche Größenordnungen, aber sie summieren sich: Wer 10.000 € Monatsumsatz über das Fresha-Terminal abwickelt, zahlt dafür grob 60 bis 100 € an Transaktionsgebühren, je nach Bonhöhe und Zahlungsmix. Nachrichten über das Inklusivkontingent hinaus und einzelne Zusatzfunktionen sind ebenfalls kostenpflichtig; die genauen Sätze sollten Sie vor Vertragsabschluss auf der Preisseite oder schriftlich beim Anbieter prüfen.
Marktplatz und Neukundengebühr: was belegt ist und was nicht
Hier ist Sorgfalt gefragt, denn im Netz kursieren widersprüchliche Angaben. Die deutschsprachige Preisseite selbst sagt (Stand 11. Oktober 2026): Neue Kundschaft über den Fresha-Marktplatz ist als "Kostenlos" ausgewiesen, und für Bestandskundschaft fällt laut Seite nie eine Gebühr an.
Gleichzeitig nennen mehrere internationale Branchenquellen für 2026 eine Gebühr von 20 % auf die Erstbuchung neuer Marktplatz-Kundschaft. Diese Zahl ließ sich am 11. Oktober 2026 auf der deutschsprachigen Preisseite nicht verifizieren; sie stammt aus Drittquellen und bezieht sich möglicherweise auf andere Märkte oder frühere Konditionen. Wir geben sie deshalb ausdrücklich nicht als Faktum für Österreich wieder. Die seriöse Konsequenz für Sie: Lassen Sie sich vor der Anmeldung schriftlich bestätigen, welche Marktplatz- und Neukundengebühren für Ihren Standort gelten, und heben Sie diese Zusage auf.
Was österreichische Salons zusätzlich beachten sollten
Drei Punkte, die in internationalen Fresha-Vergleichen meist fehlen:
- Umsatzsteuer. Die Preise sind netto ausgewiesen. Ein regelbesteuerter Salon holt sich die 20 % USt als Vorsteuer zurück; wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, kann das nicht, für ihn zählt der Bruttopreis. Für einen deutschen Blick auf dasselbe Thema gibt es unseren Artikel zur Kleinunternehmerregelung in Deutschland; die österreichischen Grenzen weichen davon ab.
- Marktplatz-Dichte. Der Fresha-Marktplatz ist in Österreich sichtbar dünner besetzt als etwa in London oder Berlin. Das ist eine Beobachtung, keine Statistik: Prüfen Sie einfach selbst, wie viele Friseursalons in Ihrer Stadt dort gelistet sind. Davon hängt ab, ob der Marktplatz Ihnen realistisch Neukundschaft bringt oder ob Sie vor allem für Software und Zahlungsabwicklung zahlen.
- Keine Registrierkasse. Fresha ersetzt keine RKSV-konforme Registrierkasse. Wer unter die Registrierkassenpflicht fällt, braucht weiterhin eine eigene Kassenlösung mit Signatureinheit und FinanzOnline-Registrierung.
Was Fresha gut macht
Ehrlichkeit gehört in jeden Vergleich: Fresha ist ein ausgereiftes, international erfolgreiches Produkt. Die Oberfläche ist modern und schnell, die Kundenbuchung läuft reibungslos, und die integrierte Zahlungsabwicklung samt Terminal ist bequem, wenn Sie Terminbuchung und Bezahlung aus einer Hand wollen. Auch Funktionen wie automatische Erinnerungen und Marketing-Tools sind solide umgesetzt.
Wer einen urbanen Salon mit viel Neukundschaft betreibt, gern alles in einer App hat und die Zahlungsgebühren als Preis für den Komfort akzeptiert, kann mit Fresha zufrieden werden. Kritisch wird es, wenn Sie wegen des alten "kostenlos"-Versprechens kommen: Das Abo ist Pflicht, die Nebenkosten wachsen mit dem Umsatz, und die Gesamtrechnung steht erst nach ein paar Monaten Praxis fest.
Fresha-Alternativen für Friseursalons in Österreich
Die folgenden Anbieter haben wir am 11. Oktober 2026 auf ihren offiziellen Preisseiten geprüft. Wo ein Preis nicht veröffentlicht ist, schreiben wir "nicht ausgewiesen", denn das ist etwas anderes als "gratis" oder "teuer". Die Grundsatzfrage, ob Sie überhaupt auf einen Marktplatz oder lieber auf Direktbuchungen setzen, behandelt unser Artikel Direktbuchung oder Plattform (am deutschen Markt erklärt, die Logik gilt in Österreich genauso). Noch mehr Anbieter mit allen Preisen stellt unser großer Terminsoftware-Vergleich für Friseursalons in Österreich gegenüber.
| Anbieter | Monatspreis (netto) | Provision / Gebühren | Marktplatz | Registrierkasse (RKSV) |
|---|---|---|---|---|
| Fresha | 14,95 € solo, 9,95 € je Teammitglied | Zahlungen ab 0,59 % + 0,15 €; Marktplatz-Neukunden laut Preisseite kostenlos | Ja | Nein |
| ViteUneCoupe | 0 €, Standard 29 € | 0 % Provision, dauerhaft | Nein | Nein |
| Treatwell | Starter 39 €, Advanced 49 € + 7,50 € | 35 % auf Marktplatz-Erstbuchungen, 2 % auf Vorauszahlungen | Ja | Nein (Kassenmodul, nicht RKSV-spezifisch ausgewiesen) |
| Salonkee | Start ab 49 €, Plus/Business nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | Ja (eigene Plattform) | laut Anbieter Kassenfunktion |
| ETRON onRetail Style | ab 29 €, mit Online-Terminbuchung ab 84 € | keine Provision ausgewiesen | Nein | Ja, RKSV-konform |
| helloCash | gestaffelt, siehe Preisseite | keine Provision ausgewiesen | Nein | Ja, RKSV-konform |
| Phorest | nicht ausgewiesen (nur auf Anfrage) | nicht ausgewiesen | Nein | laut Anbieter RKSV-konform |
Alle Angaben von den jeweiligen Anbieterseiten, geprüft am 11. Oktober 2026, Preise zzgl. USt.
ViteUneCoupe: gratis und ohne Provision, aber bewusst schlank
Zuerst die Grenzen, damit Sie wissen, womit Sie es zu tun haben: ViteUneCoupe ist ein reines Terminbuchungstool eines französischen Anbieters, auf Deutsch verfügbar. Es gibt keinen Marktplatz, keine Zahlungsabwicklung, keine SMS-Erinnerungen (Erinnerungen laufen per E-Mail, was bei online gebuchten Terminen gut funktioniert, weil die E-Mail-Adresse immer vorliegt), keine Registrierkasse und keine Buchhaltung. Wer von Fresha vor allem die integrierte Kartenzahlung schätzt, findet sie hier nicht.
Dafür ist das Preismodell das Gegenteil von "die Nebenkosten wachsen mit":
- Kostenlose Version, dauerhaft: unbegrenzte Online-Buchungen, 0 % Provision für immer, eigene Buchungsseite, Leistungskatalog mit Preisen und Dauern, Mitarbeiterpläne, Kundenkartei und Kalender. Keine Kreditkarte nötig.
- Standard-Tarif: 29 € zzgl. MwSt. pro Monat, ohne Vertragsbindung: Bestätigungs-, Erinnerungs- und Dankes-E-Mails (die Erinnerung vor dem Termin, das Danke 24 Stunden danach) sowie Kalender-Synchronisation per ICS.
- Standard + Anti No-Show: 49 € zzgl. MwSt. pro Monat, bald verfügbar: Schutz vor Terminausfällen über die Hinterlegung der Bankkarte. Dieser Tarif ist angekündigt und noch nicht buchbar.
Für einen Salon, der seine Termine ohnehin über Google, Instagram und Stammkundschaft füllt, ist die Rechnung simpel: null Fixkosten oder ein fixer, planbarer Monatsbetrag, keine Prozente vom Umsatz. Ob die Gratis-Version für Ihren Salon reicht, haben wir in einem eigenen Artikel durchgerechnet: kostenlose vs. bezahlte Friseursoftware.
Treatwell: Marktplatz-Reichweite gegen Provision
Treatwell ist auch in Österreich aktiv und veröffentlicht seine Preise transparent auf treatwell.at: Starter 39 € pro Monat, Advanced 49 € plus 7,50 € Kassengebühr, alles zzgl. MwSt., monatlich oder jährlich. Für die Erstbuchung einer über den Marktplatz vermittelten Neukundin nennen die FAQ 35 % Provision (standortabhängig), Folgebuchungen derselben Person sind provisionsfrei, auf Online-Vorauszahlungen fallen 2 % an (alles laut Preisseite, geprüft am 11. Oktober 2026). Kurios am Rande: Die 7,50 € werden auf der österreichischen Seite als "TSE-Gebühr" bezeichnet, ein Begriff aus dem deutschen Kassenrecht. Treatwell ist die naheliegende Wahl, wenn Sie gezielt Marktplatz-Reichweite kaufen wollen und die Provision als Werbebudget verbuchen. Eine ausführliche Analyse samt Rechenbeispielen finden Sie in unserem Artikel zu den Treatwell Alternativen für Friseursalons in Österreich.
Salonkee: in Österreich vertreten, Preise nur teilweise öffentlich
Salonkee aus Luxemburg betreibt eine eigene Buchungsplattform und führt Österreich als Standort. Öffentlich ausgewiesen ist nur das Start-Paket "ab 49 € pro Monat"; die Preise für Plus und Business nennt der Anbieter erst im Gespräch, auch Provisions- und SMS-Konditionen standen am 11. Oktober 2026 nicht auf der Preisseite. Das muss nichts Schlechtes heißen, bedeutet aber: Holen Sie ein schriftliches Angebot ein und vergleichen Sie die Gesamtkosten, bevor Sie unterschreiben. Mehr dazu in unserem Vergleich der Salonkee Alternativen für Friseursalons in Österreich.
helloCash und ETRON: die österreichische Kassen-Schiene
Wenn Ihr eigentliches Thema die Kombination aus RKSV-konformer Registrierkasse und Terminbuchung ist, lohnt der Blick auf zwei österreichische Anbieter. helloCash bietet eine Registrierkasse mit zubuchbarem Terminplaner; die Tarife sind gestaffelt, prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt auf der Preisseite. ETRON onRetail hat eigene Friseur-Pakete: Style Start ab 29 €, Style Pro ab 54 € und Style Pro Booking mit Online-Terminverwaltung ab 84 € pro Monat, laut Anbieter 100 % RKSV- und finanzamtkonform (Preise laut etron.at, geprüft am 11. Oktober 2026). Das ist ein anderer Zuschnitt als Fresha: Kasse zuerst, Buchung als Modul.
Phorest: für größere Salons, Preis auf Anfrage
Phorest richtet sich an größere Salons und Ketten, wirbt mit RKSV-Konformität und veröffentlicht keine Preise; Angebote gibt es nur auf Anfrage (geprüft am 11. Oktober 2026). Für einen Einzelsalon, der von Fresha weg will, ist das selten der erste Kandidat, für ein Team ab fünf, sechs Stühlen mit Marketing-Ambitionen durchaus einen Termin wert.
So treffen Sie die Entscheidung
Drei Fragen bringen Ordnung in den Vergleich:
- Wofür haben Sie Fresha wirklich genutzt? Nur für Kalender und Online-Buchung: Dann zahlen Sie das Abo und die Gebühren für Funktionen, die es anderswo günstiger oder gratis gibt. Vor allem für Terminal und Zahlungen: Dann vergleichen Sie die Transaktionskosten mit einem eigenen Kartenterminal plus separatem Buchungstool.
- Bringt der Marktplatz Ihnen messbar Neukundschaft? Zählen Sie nach, wie viele Erstbuchungen in den letzten drei Monaten tatsächlich über den Marktplatz kamen. In vielen österreichischen Städten ist die Antwort ernüchternd, und dann ist die Reichweite kein Argument mehr.
- Was kostet der Wechsel? Exportieren Sie Ihre Kundenkartei, solange Sie Zugriff haben, und planen Sie eine Übergangsphase, in der beide Systeme parallel laufen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Leitfaden zum Softwarewechsel im Friseursalon.
Übrigens: Egal ob Sie im Salon vom "Friseur" oder vom "Frisör" sprechen, Ihre Kundschaft sucht online nach freien Terminen. Entscheidend ist, dass sie bei Ihnen direkt buchen kann, ohne dass ein Dritter bei jedem Termin oder jeder Zahlung mitverdient.
Häufig gestellte Fragen
Ist Fresha wirklich nicht mehr kostenlos?
Nein, nicht mehr im alten Sinn. Auf der deutschsprachigen Preisseite (geprüft am 11. Oktober 2026) kostet das Abo 14,95 € pro Monat für Selbstständige oder 9,95 € pro Monat je buchbarem Teammitglied, zzgl. USt., nach einer 7-tägigen Testphase. Dazu kommen Zahlungsgebühren ab 0,59 % + 0,15 € pro Transaktion und kostenpflichtige Extras über die Inklusivkontingente hinaus.
Verlangt Fresha 20 % Provision für Neukunden?
Auf der deutschsprachigen Preisseite ist Neukundschaft über den Marktplatz derzeit als kostenlos ausgewiesen, und für Bestandskundschaft fällt laut Seite nie eine Gebühr an (Stand 11. Oktober 2026). Die in internationalen Quellen genannten 20 % auf die Erstbuchung ließen sich dort nicht verifizieren. Lassen Sie sich die für Ihren Standort geltenden Konditionen vor der Anmeldung schriftlich bestätigen.
Gibt es eine komplett kostenlose Fresha-Alternative in Österreich?
Ja. ViteUneCoupe bietet eine dauerhaft kostenlose Version mit unbegrenzten Online-Buchungen, eigener Buchungsseite, Kundenkartei und 0 % Provision. Es gibt allerdings keinen Marktplatz und keine Zahlungsabwicklung: Sie teilen Ihren Buchungslink selbst, etwa über Ihr Google-Unternehmensprofil oder Instagram. Erinnerungs-E-Mails gibt es im Standard-Tarif für 29 € zzgl. MwSt. pro Monat, ohne Vertragsbindung.
Ersetzt Fresha oder eine Alternative meine Registrierkasse?
Fresha und reine Buchungstools wie ViteUneCoupe ersetzen keine RKSV-konforme Registrierkasse. Wer in Österreich registrierkassenpflichtig ist, braucht eine Kasse mit Signatureinheit und FinanzOnline-Registrierung. Österreichische Anbieter wie helloCash oder ETRON kombinieren Registrierkasse und Terminbuchung, wenn Sie beides aus einer Hand wollen.
Warum gibt es keine österreichische Fresha-Preisseite?
Die Adresse fresha.com/de-at/pricing lieferte am 11. Oktober 2026 einen HTTP-410-Fehler ("Gone"); verfügbar ist die deutschsprachige Preisseite fresha.com/de/pricing mit Preisen in Euro, exklusive Mehrwertsteuer. Für österreichische Salons heißt das: Es gelten die dort genannten Konditionen, und offene Punkte wie Marktplatzgebühren für den eigenen Standort klärt man am besten schriftlich mit dem Anbieter.