Friseur-Termine ohne Plattform in Österreich: Direktbuchung oder Marktplatz?
Eine Neukundin bucht über treatwell.at einen Haarschnitt mit Farbe, 95 €, Samstag um 10 Uhr. Für Sie ist das zunächst ein voller Stuhl. Für den Marktplatz ist es eine Erstbuchung, für die 35 % Provision fällig werden, zuzüglich 20 % Umsatzsteuer. Und für die Kundin ist es der Beginn einer Gewohnheit: Beim nächsten Mal öffnet sie wieder die App, in der auch die Salons zwei Gassen weiter stehen.
Genau um diese Gewohnheit geht es, wenn österreichische Salons nach "Friseur Termine ohne Plattform" suchen. Nicht darum, ob Marktplätze schlecht wären, sondern darum, wie viel Abhängigkeit ein Friseursalon in Wien, Graz, Linz oder einer Bezirksstadt sich leisten will, und was die Alternative eigentlich kostet. Die Alternative heißt Direktbuchung: Ihre Kundinnen und Kunden buchen über Ihre eigene Buchungsseite, die Sie im Google-Unternehmensprofil, auf Instagram, im WKO Firmen A-Z und auf Ihrer Website verlinken. ViteUneCoupe ist genau so eine kostenlose Buchungsseite für Friseursalons ohne Provision, und wir sagen gleich dazu, was sie nicht ist: ein Marktplatz mit eigener Reichweite.
Dieser Artikel ist für Österreich geschrieben. Alle Preise und Provisionen stammen von den österreichischen oder deutschsprachigen Preisseiten der Anbieter, geprüft am 30. Oktober 2026, und verstehen sich zuzüglich 20 % USt., soweit nicht anders vermerkt. Die Grundsatzfrage haben wir bereits für den deutschen Markt analysiert, mit Planity und deutschen Preisen: Direktbuchung oder Plattform für Ihren Friseursalon. Hier geht es um die Lage, wie sie sich in Österreich tatsächlich darstellt.
Welche Buchungsplattformen gibt es für Friseure in Österreich wirklich?
Wer deutschsprachige Vergleichsartikel liest, bekommt oft eine Anbieterliste, die für Deutschland stimmt und für Österreich nicht. Die österreichische Marktplatz-Landschaft ist deutlich kleiner.
Treatwell.at: der dominierende Marktplatz
Treatwell ist der einzige Beauty-Marktplatz mit nennenswerter Endkunden-Reichweite in Österreich, vor allem in Wien. Das Modell laut österreichischer Partner-Preisseite (geprüft am 30. Oktober 2026): Abo Starter 39 € pro Monat oder Advanced 49 € plus 7,50 € "TSE-Gebühr", dazu eine Neukundenprovision für Buchungen über den Marktplatz, "je nach Standort unterschiedlich"; die FAQ der Preisseite nennt 35 % auf die erste Buchung neuer Kundinnen und Kunden. Erneute Marktplatz-Buchungen derselben Person sind provisionsfrei, ebenso Buchungen über den "Jetzt buchen"-Button auf Ihrer Website oder Ihren Social-Media-Profilen. Auf Online-Vorauszahlungen fallen 2 % an. Alles zuzüglich Mehrwertsteuer, mit Wahl zwischen Monats- und Jahresvertrag. Eine ausführliche Kostenrechnung samt Alternativen steht in unserem Beitrag zu den Treatwell-Alternativen für Friseursalons in Österreich.
Salonkee.at: zweiter Marktplatz, keine öffentliche Provision
Salonkee aus Luxemburg betreibt mit salonkee.at einen eigenen österreichischen Endkunden-Marktplatz mit Stadtseiten für Wien, Graz und Innsbruck (geprüft am 30. Oktober 2026). Für Salons ist Salonkee in erster Linie eine Komplettsoftware; auf der österreichischen Preisseite salonkee.com/pro/de-AT/preise war am 30. Oktober 2026 nur das Go-Paket mit "Ab 59€ / Monat" beziffert, Smart- und Pro-Paket ohne Preis. Eine Provision auf Marktplatz-Buchungen wird dort weder genannt noch ausgeschlossen, und ob die Preise inklusive oder zuzüglich USt. gelten, steht ebenfalls nicht dabei. Wer Salonkee ernsthaft erwägt, sollte sich beides schriftlich bestätigen lassen; mehr dazu in unserem Artikel zu den Salonkee-Alternativen in Österreich.
Fresha: Marktplatz mit 20 % einmaliger Neukundengebühr
Fresha kombiniert ein Software-Abo mit einem internationalen Marktplatz. Die Preisseite weist für Neukundschaft über den Marktplatz "20 % einmalige Provision" auf die Erstbuchung aus, plus eine Mindestgebühr pro Kunde; für Bestandskundschaft fällt laut Seite nie eine Gebühr an, und Buchungen über die eigene Website oder Instagram sind gebührenfrei (geprüft am 30. Oktober 2026). Zwei Hinweise für Österreich: Eine eigene österreichische Preisseite gibt es nicht, fresha.com/de-at/pricing liefert einen Fehler (HTTP 410), und die Preisseite zeigt Abo-Preise in der Währung des Standorts, von dem aus sie aufgerufen wird. In Euro-Darstellung waren am 11. Oktober 2026 14,95 € für Selbstständige und 9,95 € je Teammitglied ausgewiesen. Wie groß die Fresha-Reichweite bei österreichischen Endkundinnen tatsächlich ist, lässt sich nicht belegen; die Details zum Gebührenmodell finden Sie bei den Fresha-Alternativen für Friseursalons in Österreich.
Planity und Booksy: in Österreich nicht verfügbar
Planity, in Deutschland ein großer Name, bedient laut eigener Website Frankreich, Belgien und Deutschland; Österreich kommt dort nicht vor (geprüft am 30. Oktober 2026). Booksy listet in seiner Länderauswahl unter anderem die USA, Großbritannien, Irland, Frankreich, Polen, Spanien und Deutschland, aber kein Österreich (geprüft am 30. Oktober 2026 auf biz.booksy.com). Wenn Ihnen beide in einem Vergleichsartikel begegnen, lesen Sie einen Text für den deutschen Markt.
Herold: Branchenverzeichnis mit eigener Buchungsfunktion
Ein österreichischer Sonderfall: herold.at ist zuerst ein Branchenverzeichnis, hat sich aber im Bereich Beauty laut eigenem Ratgeber (April 2025) zur Buchungsplattform erweitert, unter anderem für Friseurinnen und Friseure. Buchbar wird ein Salon dort über den kostenlosen Firmeneintrag plus das Produkt "Online-Buchung powered by Shore", das Herold laut Produktseite mit 39,90 € oder 59,90 € pro Monat anbietet, jährlich im Voraus abgerechnet, mit 200 € einmaliger Einrichtung und zwölf Monaten Mindestlaufzeit (geprüft am 30. Oktober 2026). Eine Provision ist nicht ausgewiesen. Das ist kein Marktplatz im Treatwell-Sinn, sondern ein Buchungstool mit Verzeichnis-Anbindung; der kostenlose Firmeneintrag selbst ist für die Direktbuchung aber interessant, dazu weiter unten.
Die Marktplatz-Landschaft Österreich im Überblick
| Anbieter | In Österreich | Abo (netto) | Neukunden-Provision | Quelle, geprüft am 30.10.2026 |
|---|---|---|---|---|
| Treatwell | Ja, eigener Marktplatz treatwell.at | ab 39 € | 35 % auf Erstbuchung (standortabhängig), 2 % auf Vorauszahlungen | treatwell.at/partners/preise |
| Salonkee | Ja, Marktplatz salonkee.at (Wien, Graz, Innsbruck) | Go "ab 59 €", weitere Pakete nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen | salonkee.com/pro/de-AT/preise |
| Fresha | Ja, internationaler Marktplatz | je nach Währungsansicht, in Euro zuletzt 14,95 € Solo | 20 % einmalig auf Erstbuchung + Mindestgebühr | fresha.com/pricing |
| Herold Online-Buchung | Ja, Verzeichnis mit Buchung | 39,90 € oder 59,90 €, jährlich im Voraus, 200 € Einrichtung | keine ausgewiesen | herold.at/marketing/onlinebuchung |
| Planity | Nein | entfällt | entfällt | planity.com |
| Booksy | Nein | entfällt | entfällt | biz.booksy.com |
| ViteUneCoupe | Ja, aber kein Marktplatz | 0 €, Standard 29 € | 0 %, dauerhaft | viteunecoupe.com |
Alle weiteren Anbieter, auch die österreichischen Registrierkassen mit Terminmodul, stehen in unserem großen Terminsoftware-Vergleich für Friseursalons in Österreich.
Was kostet eine Marktplatz-Kundin über zwölf Monate wirklich?
Die Provision wird gerne pro Buchung diskutiert. Entscheidend ist aber, was eine Kundin über ein Jahr bringt und kostet, je nachdem, über welchen Weg sie gekommen ist. Die folgende Rechnung ist ein Modell mit offen gelegten Annahmen, kein Branchendurchschnitt; setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein.
Annahmen: Durchschnittsbon 70 € (Schnitt plus Farbe oder Pflege), 6 Besuche im Jahr, also 420 € Jahresumsatz pro Kundin. Treatwell Starter 39 € pro Monat, Provision 35 % auf die Erstbuchung. Alle Beträge netto.
| Marktplatz-Kundin (Treatwell) | Marktplatz-Kundin (Fresha) | Direkt-Kundin (eigene Buchungsseite) | |
|---|---|---|---|
| Erstbuchung 70 € | 24,50 € Provision | 14 € Provision (20 %) | 0 € |
| 5 Folgebuchungen, 350 € | 0 € Provision, wenn sie über Marktplatz oder Widget bucht | 0 € | 0 € |
| Anteil am Abo bei 10 Neukundinnen/Monat | rund 3,90 € pro Kundin | rund 1,50 € pro Kundin (Solo-Abo) | 0 € (Gratis-Version) oder Anteil an 29 €/Monat |
| Kosten im ersten Jahr | rund 28 € | rund 15,50 € | 0 € bis wenige Euro |
| Kundenbeziehung liegt bei | Plattform und Salon | Plattform und Salon | Salon |
Auf den ersten Blick sind 28 € auf 420 € Umsatz, also knapp 7 %, ein fairer Preis für eine Kundin, die Sie sonst nie gesehen hätten. Drei Dinge verändern die Rechnung aber in der Praxis:
- Der Mitnahmeeffekt. Ein Teil der "Marktplatz-Neukundinnen" hat Ihren Salon auf Google gesehen, ist dann aber über die App gebucht, weil sie dort schon angemeldet war. Für diese Kundinnen zahlen Sie 35 %, obwohl sie ohnehin gekommen wären. Wie groß dieser Anteil ist, weiß niemand genau; fragen Sie Ihre Neukundinnen im ersten Gespräch, wie sie auf Sie gestoßen sind.
- Die Provision bemisst sich am Umsatz, nicht am Ertrag. 24,50 € von 70 € klingt nach einem Drittel; bezogen auf das, was nach Material, Lohn und Miete von einer Farbbehandlung übrig bleibt, ist es oft deutlich mehr als die Hälfte des Ertrags des ersten Besuchs.
- Die Folgebuchung ist nur dann gratis, wenn sie zustande kommt. Bei der Wiederbuchung in der App sieht Ihre Kundin die Salons der Umgebung, Angebote und Bewertungen. Die 0 % für Folgebuchungen setzen voraus, dass sie bei Ihnen bleibt; die Plattform verdient aber auch, wenn sie wechselt, denn dann ist sie beim Nachbarsalon wieder Neukundin.
Wem die Kundin gehört, ist deshalb die eigentliche Frage. Bei einer Direkt-Kundin liegen Kontaktdaten, Terminhistorie und Farbrezeptur in Ihrer Kundenkartei; Erinnerungen und Dankes-Mails kommen von Ihrem Salon; die nächste Buchung läuft über Ihren Link. Bei einer Marktplatz-Kundin existiert dieselbe Beziehung ein zweites Mal, beim Marktplatz, mit dessen App, dessen Bewertungen und dessen Vorschlägen. Was Wiederbuchung für den Wert einer Kundin bedeutet, haben wir im Beitrag zur Kundenbindung und Wiederbuchung im Friseursalon genauer aufgeschlüsselt.
Wann sich ein Marktplatz in Österreich trotzdem lohnt
Ehrlich gesagt: Es gibt Situationen, in denen die 35 % gut angelegt sind.
- Neueröffnung ohne Kundenstamm, besonders in Wien, wo treatwell.at tatsächlich Suchvolumen hat. Sie zahlen nur für Buchungen, die stattfinden, statt vorab in Werbung.
- Ein neuer Stuhl, der gefüllt werden muss. Eine neue Mitarbeiterin mit leerem Kalender kostet Sie jeden Tag Geld; Provision auf echte Erstbuchungen ist dann billiger als Leerlauf.
- Lagen mit viel Laufpublikum und wenig Stammbindung, etwa Innenstadt- oder Bahnhofsnähe, wo ein hoher Anteil der Kundschaft sowieso nur einmal kommt.
Machen Sie den einfachen Test: Suchen Sie auf treatwell.at und salonkee.at nach Friseuren in Ihrer Stadt oder Ihrem Bezirk. Finden Sie dort kaum Salons, hat die Plattform in Ihrer Region auch kaum Reichweite, und Sie würden Abo und Provision für ein Schaufenster zahlen, an dem niemand vorbeigeht.
Die Hybrid-Strategie: Marktplatz für Neukundschaft, eigener Link für Stammkundschaft
Die meisten Salons, die wir zu diesem Thema hören, fahren am Ende zweigleisig. Der Marktplatz bleibt für das, was er kann: neue Menschen in den Salon bringen. Die Stammkundschaft bucht über den eigenen Link, provisionsfrei, mit Ihrer Kundenkartei im Hintergrund.
Was Sie dafür brauchen
- Eine eigene Buchungsseite, die ohne App funktioniert, auf dem Handy gut aussieht und keine Provision kostet. Entweder das provisionsfreie Widget Ihres Marktplatz-Anbieters (bei Treatwell laut Preisseite 0 % für Buchungen über den Button auf Website und Social Media) oder ein eigenständiges Buchungstool wie ViteUneCoupe, das unabhängig vom Marktplatz weiterläuft, falls Sie diesen eines Tages kündigen.
- Denselben Link an jeder Stelle, an der Ihre Kundinnen Sie ohnehin finden: Google-Unternehmensprofil, Instagram-Bio, WKO Firmen A-Z, Herold-Eintrag, Website, E-Mail-Signatur, Visitenkarte, der Aushang an der Kassa.
- Einen Satz für den Salon. "Für den nächsten Termin können Sie direkt bei uns buchen, der Link steht auf Google und auf unserer Karte." Mehr braucht es meistens nicht.
Marktplatz-Kundinnen auf Direktbuchung umziehen, ohne Ärger
Hier ist Vorsicht angebracht. Jede Plattform hat Partnerbedingungen, und manche regeln, wie Sie mit Kundinnen umgehen dürfen, die über die Plattform zu Ihnen gekommen sind. Wir geben diese Bedingungen hier bewusst nicht wieder, weil sie sich ändern und je nach Vertrag abweichen können: Prüfen Sie die Partnerbedingungen Ihres Marktplatzes, bevor Sie aktiv umleiten, und fragen Sie im Zweifel schriftlich nach.
Unabhängig vom Kleingedruckten gilt als sicherer Weg: Nutzen Sie Ihre eigenen Kanäle, nicht die der Plattform. Der Buchungslink auf Google, in der Instagram-Bio und auf der Visitenkarte ist Ihr Marketing für alle, die Sie suchen; eine Kundin, die ihn beim nächsten Mal statt der App verwendet, hat selbst entschieden. Nachrichten über das Nachrichtensystem der Plattform, um Kundinnen von der Plattform wegzulocken, sind dagegen genau die Art von Vorgehen, die Partnerbedingungen typischerweise adressieren; lassen Sie es. Und speichern Sie die Daten einer Kundin in Ihrer eigenen Kundenkartei nur so, wie es die DSGVO erlaubt: Als Salon sind Sie für Ihre Kundenkartei selbst Verantwortliche im Sinne der DSGVO, und Daten, die Ihnen eine Kundin im Salon gibt (Name, Telefonnummer, E-Mail für die Terminerinnerung), dürfen Sie für den Vertragszweck verarbeiten. Was aus dem Plattform-Backend exportiert werden darf, regeln wiederum die Partnerbedingungen.
Der Direktbuchungs-Werkzeugkasten für Österreich
Direktbuchung funktioniert nur, wenn der Link dort steht, wo gesucht wird. In Österreich sind das vier Orte, zwei davon spezifisch österreichisch.
1. Google-Unternehmensprofil mit Terminlink
Das wichtigste Werkzeug, und es kostet nichts. Google erlaubt es, im Unternehmensprofil unter der Kategorie "Termin vereinbaren" Links zu hinterlegen, bis zu zehn pro Kategorie, und einen davon als bevorzugten Buchungslink zu markieren (Google-Hilfe zu Links für Aktionen, geprüft am 30. Oktober 2026). Wer "Friseur Graz" oder "Friseur 1070 Wien" googelt, sieht Ihren Salon, Ihre Bewertungen und direkt den Weg in Ihren Kalender, ohne Umweg über eine App. Hinweis zur Einordnung: Das ist der frei hinterlegbare Buchungslink, nicht die integrierte Google-Buchungsfunktion über Partner-Anbieter, die ViteUneCoupe nicht anbietet. Wie Sie das Profil vollständig einrichten und pflegen, steht in unserem Leitfaden zum Google-Unternehmensprofil für Friseursalons.
2. WKO Firmen A-Z
Jeder österreichische Friseursalon ist Mitglied der Wirtschaftskammer und damit im Firmen A-Z gelistet, ob er will oder nicht. Die meisten Einträge bestehen nur aus den Pflichtdaten der Gewerbeberechtigung. Mit einem WKO-Benutzerkonto und zugeordnetem Unternehmen können Sie laut WKO-FAQ "Kontaktdaten, Firmenlogos, Bilder, Videos und vieles mehr" ergänzen (geprüft am 30. Oktober 2026); die Adresse der Gewerbeberechtigung kommt von der Behörde und ist nicht selbst änderbar. Tragen Sie Ihre Website mit dem Buchungslink ein: Das Firmen A-Z wird von Google gut gefunden und verlinkt auf eine Seite, die Ihnen gehört.
3. Herold-Firmeneintrag
Der Firmeneintrag auf herold.at ist laut Herold kostenlos und in Österreich für viele Menschen noch immer die erste Anlaufstelle für Telefonnummer und Öffnungszeiten. Hinterlegen Sie Website und Buchungslink. Ob Sie zusätzlich Herolds kostenpflichtige Online-Buchung brauchen, ist eine Preisfrage: 39,90 € pro Monat, jährlich im Voraus, plus 200 € Einrichtung und zwölf Monate Bindung sind ein anderes Kaliber als eine Gratis-Buchungsseite mit Link im Eintrag.
4. Instagram-Bio und Website
Instagram ist für viele Salons in Österreich der Kanal, über den Vorher-Nachher-Fotos neue Kundinnen bringen. Der einzige klickbare Link ist der in der Bio, also gehört dort der Buchungslink hin, nicht die Startseite der Website. Wie Sie den Link setzen und in Stories nutzen, erklärt unser Beitrag zum Instagram-Buchungslink für Friseursalons. Auf der Website selbst gilt: ein deutlich sichtbarer "Termin buchen"-Button oben auf jeder Seite, nicht nur unter Kontakt.
Wo ViteUneCoupe in dieser Rechnung steht
ViteUneCoupe ist die eigene Buchungsseite in dieser Strategie, nicht der Marktplatz. Das ist eine bewusste Entscheidung mit klaren Konsequenzen, die Sie kennen sollten, bevor Sie sich anmelden.
Was ViteUneCoupe nicht hat: keinen Marktplatz und damit keine eigene Endkunden-Reichweite. Niemand "entdeckt" Ihren Salon in einer ViteUneCoupe-App, weil es keine gibt. Die Reichweite kommt von Ihnen: über Google, Instagram, Firmen A-Z, Herold und Empfehlungen. Keine SMS-Erinnerungen, nur E-Mail. Keine Registrierkasse; die Registrierkassenpflicht lösen Sie mit einem österreichischen Kassensystem.
Was ViteUneCoupe hat:
- Kostenlose Version, dauerhaft: unbegrenzte Online-Buchungen, 0 % Provision, für immer, eigene Buchungsseite, Leistungskatalog mit Dauern und Preisen, Mitarbeiterpläne, Kundenkartei und Kalender. Keine Kreditkarte, kein Verkaufsgespräch, auf Deutsch.
- Standard-Tarif, 29 € zzgl. USt. pro Monat, monatlich kündbar: Bestätigungs-, Erinnerungs- und Dankes-E-Mails sowie Kalender-Synchronisation per ICS.
- Standard + Anti No-Show, 49 € zzgl. USt. pro Monat, bald verfügbar: Schutz vor Terminausfällen über die Hinterlegung der Bankkarte. Angekündigt, noch nicht buchbar.
Für die Hybrid-Strategie heißt das: Ihre Stammkundschaft bucht über einen Link, der Sie nichts kostet, egal ob sie zweimal oder zwölfmal im Jahr kommt. Der Marktplatz, falls Sie einen behalten, macht nur noch das, wofür er gut ist. Und wenn Sie den Marktplatz eines Tages kündigen, bleibt Ihre Buchungsseite mit Kundenkartei einfach stehen. Was in Österreich sonst noch als kostenlose Friseursoftware durchgeht und wo die Haken liegen, steht im Beitrag zur kostenlosen Friseursoftware in Österreich; die Kurzfassung: Prüfen Sie bei jedem "gratis", ob die Rechnung über Provision, Zahlungsgebühren oder Mindestlaufzeit doch kommt.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich als Friseur in Österreich ganz ohne Buchungsplattform Termine bekommen?
Ja, und die Mehrheit der Salons tut es bereits. Die meisten Kundinnen finden einen Friseur über Google, Empfehlungen und Instagram, nicht über eine Marktplatz-App. Entscheidend ist, dass an diesen Stellen ein Buchungslink steht, der direkt in Ihren Kalender führt: im Google-Unternehmensprofil unter "Termin vereinbaren", in der Instagram-Bio, im WKO Firmen A-Z und im Herold-Eintrag. Eine kostenlose Buchungsseite wie ViteUneCoupe liefert diesen Link ohne Provision.
Wie hoch ist die Provision bei Treatwell in Österreich?
Laut der österreichischen Partner-Preisseite (geprüft am 30. Oktober 2026) fällt eine standortabhängige Neukundenprovision an, die in den FAQ mit 35 % der ersten Buchung angegeben wird. Erneute Marktplatz-Buchungen derselben Person und Buchungen über den Button auf Ihrer Website oder Social Media sind provisionsfrei; auf Online-Vorauszahlungen fallen 2 % an. Dazu kommt das Abo ab 39 € pro Monat, alles zuzüglich Mehrwertsteuer.
Verlangt Salonkee in Österreich eine Provision auf Marktplatz-Buchungen?
Auf der österreichischen Preisseite war am 30. Oktober 2026 keine Provision ausgewiesen, aber auch keine ausgeschlossen. Beziffert ist nur das Go-Paket mit "ab 59 € pro Monat". Fragen Sie im Vertriebsgespräch konkret nach Provisionen für Buchungen über salonkee.at, nach der Umsatzsteuer und nach der Laufzeit, und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.
Darf ich Kundinnen, die über eine Plattform gekommen sind, auf meine eigene Buchungsseite umleiten?
Das regeln die Partnerbedingungen der jeweiligen Plattform, die Sie vor dem Umleiten prüfen sollten. Unstrittig ist, dass Sie Ihre eigenen Kanäle frei gestalten dürfen: Ein Buchungslink im Google-Profil, in der Instagram-Bio und auf der Visitenkarte richtet sich an alle, die Sie suchen. Vermeiden Sie es, das Nachrichtensystem der Plattform zu nutzen, um Kundinnen von dort wegzuholen, und exportieren Sie Daten aus dem Plattform-Backend nur, soweit der Vertrag es erlaubt.
Gibt es Planity oder Booksy für Friseure in Österreich?
Nein. Planity bedient laut eigener Website Frankreich, Belgien und Deutschland, Booksy führt in seiner Länderauswahl unter anderem Deutschland, aber kein Österreich (beides geprüft am 30. Oktober 2026). In Österreich sind Treatwell und Salonkee die beiden Marktplätze mit eigener Endkunden-Plattform, dazu Fresha international und Herold als Verzeichnis mit Buchungsfunktion.
Was kostet eine eigene Buchungsseite ohne Provision?
Mit ViteUneCoupe nichts: Die kostenlose Version enthält unbegrenzte Online-Buchungen, eigene Buchungsseite, Kundenkartei und Kalender, dauerhaft ohne Provision. E-Mail-Erinnerungen und Kalender-Synchronisation gibt es im Standard-Tarif für 29 € zzgl. USt. pro Monat, monatlich kündbar. Zum Vergleich: Das provisionsfreie Widget von Treatwell setzt das Abo ab 39 € voraus, Herolds Online-Buchung kostet 39,90 € pro Monat bei jährlicher Vorauszahlung plus 200 € Einrichtung.