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Ruhige Zeiten im Friseursalon füllen: mehr Termine für Montag und Dienstag

Geschrieben von Veröffentlicht am Aktualisiert am 11 Min. Lesezeit
Friseurin betrachtet in einem hellen Salon einen Wochenkalender mit vollen Freitagen und leeren Dienstagvormittagen

Freitag und Samstag könnten Sie doppelt besetzen, aber am Dienstagvormittag steht der Stuhl leer: Dieses Muster kennen die meisten Friseursalons in Deutschland. Das Problem dabei ist nicht der volle Freitag, sondern dass Miete, Strom und Löhne auch in den leeren Stunden weiterlaufen. Jeder Termin, den Sie vom überbuchten Samstag in den leeren Dienstag verschieben, ist deshalb fast reiner Zusatzumsatz, ohne einen Quadratmeter mehr Fläche und ohne eine Überstunde.

Die gute Nachricht: Ruhige Zeiten sind kein Schicksal, sondern ein Verteilungsproblem. Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ihre echten ruhigen Fenster erkennen, wer sie füllen kann und wie Sie freie Termine online sichtbar machen, damit auch die Lücke am Dienstagvormittag gebucht wird, und zwar am Sonntagabend um 22 Uhr, wenn niemand im Salon ans Telefon geht.

Warum Montag und Dienstag in vielen Salons leer bleiben

Die Nachfrage im Friseurhandwerk ist nicht gleichmäßig verteilt: Viele Kundinnen und Kunden wollen frisch frisiert ins Wochenende, also drängt sich alles auf Donnerstag, Freitag und Samstag. Dazu kommt die Tradition des Montags als Ruhetag: In vielen Salons ist der Montag bis heute geschlossen oder nur dünn besetzt. Branchenstimmen wie das Portal Friseur-Unternehmer.de rechnen vor, dass ein geschlossener Wochentag die Fixkosten trotzdem voll mitträgt: Die Miete für den Montag zahlen Sie auch dann, wenn kein einziger Termin stattfindet.

Ob sich ein geöffneter Montag für Ihren Salon lohnt, hängt von Ihren Zahlen ab, nicht von einer Pauschalregel. Ein einfaches Rechenbeispiel: Zahlt ein Salon 1.500 € Monatsmiete und ist an 6 von 26 möglichen Arbeitstagen geschlossen oder halb leer, entfallen rechnerisch rund 350 € Miete pro Monat auf Zeiten ohne Umsatz. Das ist keine Statistik, sondern eine Rechnung, die Sie mit Ihren eigenen Kosten nachstellen sollten: Fixkosten pro Öffnungsstunde sind die ehrlichste Kennzahl, um zu entscheiden, welche Stunden Sie füllen oder streichen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Umsatz und Gewinn: Ein zusätzlicher Termin am Dienstag bringt nur dann mehr Gewinn, wenn Sie dafür keine zusätzliche Arbeitszeit einkaufen müssen, die sonst nicht angefallen wäre. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Verteilung der Termine, bevor Sie über längere Öffnungszeiten nachdenken.

Schritt 1: Ihre echten ruhigen Zeiten erkennen

Bauchgefühl täuscht. "Bei uns ist montags nichts los" stimmt oft nur für den Vormittag, während der Montagnachmittag solide läuft, oder umgekehrt. Bevor Sie Angebote machen, brauchen Sie ein ehrliches Bild Ihrer Auslastung:

  • Zählen Sie vier typische Wochen aus. Nehmen Sie Ihren Kalender (Papier oder digital) und notieren Sie pro Wochentag und Tageshälfte, wie viele Stunden gebucht und wie viele frei waren. Lassen Sie Ferienwochen und Feiertagswochen weg, die verzerren das Bild.
  • Trennen Sie nach Mitarbeiterin oder Mitarbeiter. Eine gefragte Stylistin kann voll sein, während ein neuer Kollege Leerlauf hat. Das ist ein anderes Problem als ein leerer Wochentag und verlangt andere Maßnahmen (Empfehlung an der Kasse, Vorstellung auf der Buchungsseite).
  • Markieren Sie wiederkehrende Muster. Interessant sind nur Fenster, die Woche für Woche leer bleiben: typischerweise Montag ganztags, Dienstag- und Mittwochvormittag sowie die frühe Mittagszeit.

Wenn Sie Ihre Termine online verwalten, geht das schneller: In einem digitalen Kalender sehen Sie die Wochenansicht auf einen Blick und erkennen leere Spalten sofort, ohne Strichlisten zu führen. Schon diese halbe Stunde Analyse entscheidet, ob Ihr Angebot später die richtigen Stunden trifft.

Schritt 2: Freie Termine rund um die Uhr buchbar machen

Der einfachste Hebel kostet nichts und verlangt keine Rabatte: Machen Sie Ihre Lücken überhaupt erst sichtbar. Ein leerer Dienstagvormittag, der nur telefonisch buchbar ist, existiert für Ihre Kundschaft praktisch nicht. Wer am Sonntagabend merkt, dass der Ansatz rausgewachsen ist, erreicht Sie nicht, und bis Dienstag hat sich der Impuls erledigt oder ein anderer Salon war schneller.

Mit einer eigenen Online-Buchungsseite dreht sich das um: Jede freie Stunde steht sichtbar im Kalender und kann genau dann gebucht werden, wenn der Wunsch entsteht, auch nachts, auch am Wochenende, auch an Ihrem Ruhetag. Die ruhigen Fenster profitieren davon überproportional, denn die begehrten Freitagstermine sind ohnehin schnell weg; was übrig bleibt und gebucht wird, sind genau die Zeiten, die Sie füllen wollen. Wie Sie eine solche Buchungsseite einrichten und in Ihre Website einbinden, zeigt unser Leitfaden zur Online-Terminbuchung für die eigene Website.

Bei ViteUneCoupe ist genau dieser Teil dauerhaft kostenlos: unbegrenzte Online-Buchungen über Ihre persönliche Buchungsseite, mit 0 % Provision, Leistungskatalog mit Dauer und Preis, Mitarbeiterplänen und Kundenkartei. Ehrlich gesagt werden muss auch: ViteUneCoupe ist ein Terminbuchungstool, kein Marketingsystem. Es verschickt keine Werbekampagnen, keine Push-Benachrichtigungen über freie Termine und keine Last-Minute-Angebote. Es sorgt dafür, dass jede Lücke jederzeit buchbar ist; die aktive Ansprache Ihrer Kundschaft bleibt Ihre Aufgabe.

Schritt 3: Angebote für ruhige Zeiten, ohne sich den Preis kaputt zu machen

Unterschiedliche Preise für unterschiedliche Zeiten sind im Friseurhandwerk erlaubt und üblich, so wie Kinos und Bahnen auch nach Nachfrage differenzieren. Entscheidend ist, dass Sie es sauber machen:

  • Rabattieren Sie die Zeit, nicht die Leistung. "Dienstag und Mittwoch vor 12 Uhr: 10 % auf Farbe" steuert Nachfrage in die Lücke. Ein pauschaler Rabatt auf alles senkt dagegen nur Ihren Durchschnittsumsatz, auch bei Kundschaft, die ohnehin gekommen wäre.
  • Bleiben Sie bei "ab"-Preisen ehrlich. Ein beworbener "ab"-Preis muss zu realistischen Bedingungen tatsächlich erreichbar sein, nicht nur für den kürzesten Herrenschnitt bei einem einzigen Mitarbeiter. Unklare Preiswerbung kostet Vertrauen schneller, als der Rabatt Termine bringt.
  • Begrenzen Sie das Angebot klar. Nennen Sie Wochentage, Uhrzeiten und gegebenenfalls einen Endtermin. Ein unbefristeter Dauerrabatt wird zum neuen Normalpreis, und die Lücke wandert nur weiter.
  • Denken Sie in Mehrwert statt Nachlass. Eine kostenlose Intensivpflege oder eine ausführliche Beratung zum Termin in der ruhigen Zeit schont Ihren Preis und füllt trotzdem den Kalender.

Rechnen Sie vor dem Start einmal durch, was der Rabatt kostet und was die gefüllte Stunde bringt. Ein Rechenbeispiel: 10 % auf eine 80-€-Farbbehandlung kosten 8 €; eine sonst leere Stunde bringt netto trotzdem 72 € Umsatz mehr als gar kein Termin. Kritisch wird es erst, wenn Stammkundschaft systematisch vom Freitag in den rabattierten Dienstag wechselt, dann füllen Sie keine Lücke, sondern verbilligen bestehende Termine. Beobachten Sie das in den ersten Wochen.

Wer bucht eigentlich außerhalb der Stoßzeiten?

Verlässliche Zahlen dazu, wer wann bucht, gibt es für das deutsche Friseurhandwerk nicht in zitierfähiger Form, also ehrlich: Das Folgende sind Erfahrungswerte, keine Statistik. In der Praxis sind einige Gruppen zeitlich flexibler als der klassische Feierabend- und Samstagskunde:

  • Menschen in Schichtarbeit oder mit freien Wochentagen
  • Kundinnen und Kunden im Ruhestand, die volle Salons und Wartezeiten eher meiden
  • Eltern, die während der Schul- und Kitazeiten am Vormittag Zeit haben
  • Menschen im Homeoffice, die einen Termin über die Mittagspause legen können

Sie müssen nicht wissen, welche dieser Gruppen bei Ihnen überwiegt. Es genügt, die ruhigen Fenster sichtbar und attraktiv zu machen; wer flexibel ist, findet sie dann von selbst, vor allem, wenn die Buchung online ohne Anruf möglich ist. Hilfreich ist zusätzlich ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit korrekten Öffnungszeiten und Buchungslink: Viele spontane Suchen nach "Friseur in der Nähe" passieren genau in den Zeiten, die bei Ihnen frei sind.

Kundschaft aktiv ansprechen: was erlaubt ist und was nicht

Die Versuchung liegt nahe: einfach allen Kundinnen und Kunden eine E-Mail schicken, "diese Woche Dienstag noch Termine frei, 10 % Rabatt". Vorsicht: Das ist Werbung, und Werbung per E-Mail setzt in Deutschland nach § 7 UWG grundsätzlich die vorherige ausdrückliche Einwilligung der Empfängerin oder des Empfängers voraus (Stand: Oktober 2026). Für Bestandskundschaft gibt es in § 7 Abs. 3 UWG eine eng gefasste Ausnahme für Direktwerbung für eigene ähnliche Leistungen, die an mehrere Bedingungen gleichzeitig geknüpft ist, unter anderem einen klaren Hinweis auf das Widerspruchsrecht schon bei der Erhebung der Adresse.

Etwas anderes sind Terminerinnerungen zu einem bereits gebuchten Termin: Sie gehören zur Abwicklung des Termins und sind keine Werbung. Wo genau die Grenze verläuft und wie Sie Erinnerungen rechtlich sauber aufsetzen, haben wir im Artikel über Terminerinnerungen im Friseursalon ausführlich behandelt. Für die Praxis heißt das: Last-Minute-Werbeaktionen nur an Kundschaft, deren Einwilligung Sie dokumentiert haben, oder über Kanäle, die keine Einwilligung brauchen, etwa einen Aushang im Salon, Ihre Website, Ihre Buchungsseite oder Ihre Social-Media-Profile, denen die Leute freiwillig folgen.

Wiederbuchung an der Kasse: die Lücke von morgen heute füllen

Der günstigste Marketingkanal steht direkt vor Ihnen: die Kundin, die gerade zufrieden aus dem Stuhl aufsteht. Wer an der Kasse den Folgetermin anbietet, kann die ruhigen Fenster aktiv vorschlagen: "In sechs Wochen wäre der Ansatz wieder fällig, ich hätte am Dienstag um 10 Uhr etwas Schönes für Sie." Viele sagen zu, weil der konkrete Vorschlag die Entscheidung abnimmt, und Sie verteilen Ihre Auslastung Wochen im Voraus dorthin, wo Platz ist. Erst wenn der Vorschlag abgelehnt wird, fragen Sie nach dem Wunschtermin. Wie Sie Wiederbuchung systematisch aufbauen, lesen Sie im Beitrag zur Kundenbindung und Wiederbuchung im Friseursalon.

Zusatzleistungen und Partnerschaften mit Augenmaß

Ruhige Stunden eignen sich für alles, was mehr Zeit braucht, als der volle Samstag hergibt, und zwar innerhalb Ihres Handwerks:

  • Zeitintensive Friseurleistungen gezielt in ruhige Fenster legen: aufwendige Farbtechniken, Dauerwellen, Haarverlängerungen, ausführliche Typ- und Pflegeberatungen. Auf der Online-Buchungsseite können Sie solche langen Leistungen bewusst nur zu bestimmten Zeiten anbieten.
  • Kinderhaarschnitte am ruhigen Nachmittag: Eltern mit kleinen Kindern schätzen einen leeren Salon ohne Wartezeit, und Sie füllen ein schwaches Fenster mit einer Zielgruppe, die von selbst nicht freitags um 17 Uhr kommt.
  • Lokale Partnerschaften rund ums Haar: Styling-Termine für ein Fotostudio, eine Tanzschule oder ein Brautmodengeschäft in der Nähe lassen sich gut in schwache Vormittage legen, weil diese Partner planbar und flexibel sind.

Finger weg dagegen von Leistungen außerhalb des Friseurhandwerks, nur um Stunden zu füllen: Sie verwässern Ihr Profil, Ihre Google-Suchtreffer und im Zweifel Ihre Positionierung als Fachbetrieb.

Den Dienstplan an die echte Nachfrage anpassen

Manche Lücke sollten Sie nicht füllen, sondern schließen. Wenn der Montagvormittag auch nach Angeboten und Online-Buchung dauerhaft leer bleibt, ist die bessere Antwort oft ein angepasster Dienstplan: später öffnen, dafür den Donnerstagabend verlängern, oder den Montag mit halber Besetzung fahren. Die Auslastungsanalyse aus Schritt 1 liefert dafür die Grundlage, und wie Sie Schichten fair und rechtssicher planen, behandelt unser Artikel zum Dienstplan im Friseursalon. Füllen und anpassen schließen sich nicht aus: Erst sichtbar machen und bewerben, dann nach zwei, drei Monaten ehrlich bilanzieren, was übrig bleibt.

Was ViteUneCoupe dabei leistet und was nicht

Zum Schluss Klartext, damit Sie wissen, woran Sie sind. ViteUneCoupe ist ein französisches Unternehmen und bietet ein Online-Buchungstool für Friseursalons auf Deutsch an:

  • Kostenlos, dauerhaft: persönliche Buchungsseite, unbegrenzte Online-Buchungen mit 0 % Provision, Leistungskatalog mit Dauer und Preis, Mitarbeiterpläne, Kundenkartei und Kalender. Keine Kartendaten nötig. Damit sind Ihre ruhigen Fenster rund um die Uhr buchbar.
  • Standard-Tarif (29 € zzgl. MwSt. pro Monat, monatlich kündbar): Bestätigungs-, Erinnerungs- und Dankes-E-Mails sowie Kalender-Synchronisation. SMS-Erinnerungen gibt es nicht, in keinem Tarif.
  • Was es nicht ist: kein Marketing-Tool. Keine automatischen Werbe-Mails, keine Rabattcodes, keine Push-Nachrichten über freie Termine, keine Warteliste, keine Kasse. Die Angebote und die Ansprache aus diesem Artikel setzen Sie selbst um; ViteUneCoupe sorgt dafür, dass der daraus entstehende Buchungswunsch jederzeit in einem Termin landet.

Häufig gestellte Fragen

Welche Zeiten sind in Friseursalons typischerweise am ruhigsten?

In den meisten Salons sind Montag (traditionell oft Ruhetag), Dienstag- und Mittwochvormittag sowie die frühe Mittagszeit am schwächsten gebucht, während Donnerstagabend, Freitag und Samstag voll sind. Verlassen Sie sich aber nicht auf die Faustregel: Werten Sie vier typische Wochen Ihres eigenen Kalenders aus, bevor Sie Angebote planen.

Darf ich für ruhige Zeiten andere Preise verlangen als für den Samstag?

Ja, zeitabhängige Preise sind zulässig und branchenüblich. Wichtig ist, dass die Bedingungen klar kommuniziert werden (Wochentage, Uhrzeiten, Befristung) und beworbene "ab"-Preise tatsächlich realistisch erreichbar sind. Rabattieren Sie gezielt die schwachen Fenster statt pauschal alle Leistungen.

Darf ich meiner Kundschaft freie Last-Minute-Termine per E-Mail anbieten?

Nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung: Solche Nachrichten sind Werbung im Sinne von § 7 UWG, anders als Erinnerungen zu einem bereits gebuchten Termin. Ohne dokumentierte Einwilligung bleiben Ihnen Aushang, Website, Buchungsseite und Ihre Social-Media-Kanäle, denen die Kundschaft freiwillig folgt.

Lohnt es sich, den Montag zu öffnen?

Das hängt von Ihren Fixkosten und Ihrer Nachfrage ab. Rechnen Sie Ihre Fixkosten pro Öffnungsstunde aus und testen Sie den Montag einige Monate mit Online-Buchbarkeit und gezielten Angeboten. Bleibt er trotzdem leer, ist ein angepasster Dienstplan oft die bessere Antwort als Durchhalten.

Hilft Online-Buchung wirklich gegen leere Vormittage?

Sie ist die Voraussetzung dafür, dass leere Vormittage überhaupt gebucht werden können: Der Buchungswunsch entsteht oft abends oder am Wochenende, wenn niemand im Salon ans Telefon geht. Eine Buchungsseite macht jede Lücke genau in diesem Moment buchbar. Sie ersetzt aber keine Angebote und keine aktive Ansprache, sie fängt die Nachfrage nur zuverlässig ein.

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