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Leistungskatalog für die Online-Buchung im Friseursalon: so legen Sie Ihre Leistungen richtig an

Geschrieben von Veröffentlicht am 16 Min. Lesezeit
Friseurin ordnet am Empfang ihres Salons auf einem Tablet den Leistungskatalog für die Online-Buchung, mit Karten für kurzes, mittleres und langes Haar

Eine Kundin bucht abends "Waschen, Schneiden, Föhnen, 45 Minuten, 48 €". Am Samstag sitzt sie mit hüftlangem, dichtem Haar auf dem Stuhl, der Schnitt dauert eine Stunde zwanzig, und an der Kasse heißt es "bei Ihnen sind es dann 68 €". Die Kundin fühlt sich über den Tisch gezogen, die nächste Kundin wartet, und in der Google-Bewertung steht später "online stand ein anderer Preis". Nichts davon ist ein Problem der Online-Buchung. Es ist ein Problem des Leistungskatalogs.

Der Leistungskatalog ist die Liste der Leistungen, die Kundinnen und Kunden auf Ihrer Buchungsseite auswählen: Name, Beschreibung, Dauer, Preis. Er entscheidet, welche Zeitfenster vergeben werden, ob der Kalender hält und ob der Preis am Ende stimmt. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Leistungen für die Online-Buchung anlegen: verständlich benennen, in Varianten aufteilen, ehrliche Dauern hinterlegen, Preise sauber angeben und entscheiden, was gar nicht online buchbar sein sollte. Als Beleg dienen keine Theorien, sondern die Buchungsseiten deutscher Salons, bei denen diese Muster seit Jahren funktionieren. Mit einer kostenlosen Buchungsseite mit eigenem Leistungskatalog wie bei ViteUneCoupe legen Sie das alles ohne Provision an; wo das Tool Grenzen hat, steht es weiter unten ehrlich dabei.

Warum der Leistungskatalog über Ihren Salontag entscheidet

Am Telefon fragt Ihre Mitarbeiterin nach: "Wie lang sind Ihre Haare? Farbe auch am Ansatz oder komplett? Waren Sie schon einmal bei uns?" Online fragt niemand nach. Der Katalog muss diese Fragen stellen, und zwar so, dass die Kundin sie allein richtig beantwortet. Wenn er das nicht tut, passiert eines von drei Dingen:

  • Das Zeitfenster ist zu kurz. Die Leistung überzieht, alle nachfolgenden Termine rutschen, das Team hetzt.
  • Der Preis stimmt nicht. Die Kundin hat einen Preis gesehen und zahlt einen anderen. Das kostet Vertrauen und ist, je nach Formulierung, auch rechtlich heikel (dazu unten).
  • Die Leistung ist falsch. Gebucht wurde "Ansatzfarbe", gewünscht ist eine Komplettveränderung von Dunkelbraun auf Blond. Das ist weder in der Zeit noch zum Preis machbar.

Die gute Nachricht: Alle drei Probleme lassen sich an einer Stelle lösen, bevor die erste Buchung eingeht. Die Vorarbeit kostet einen ruhigen Vormittag und zahlt sich jeden Tag aus. Wie Sie danach die Buchungsseite einrichten und den Link verbreiten, beschreibt der Leitfaden zur Online-Terminbuchung auf der Salon-Website; hier geht es ausschließlich um den Inhalt des Katalogs.

Schritt 1: Kategorien, die Kundinnen sofort verstehen

Eine Buchungsseite mit 40 Leistungen in einer einzigen Liste wird nicht gelesen, sondern weggeklickt. Deutsche Salons, die auf Plattformen wie Planity gelistet sind, gliedern ihre Kataloge fast alle in fünf bis acht Kategorien, zum Beispiel "Damen", "Herren", "Kinder", "Farbe & Strähnen", "Dauerwelle", "Styling & Pflege" (so etwa Friseur Ferrand in Gelnhausen, geprüft am 29. Oktober 2026). Das Muster funktioniert, weil es der Frage der Kundin folgt: "Ich will Farbe" oder "Ich brauche einen Schnitt", nicht "ich suche Position 27".

Zwei Hinweise für die Kategorienstruktur:

  • Nach Leistung gliedern, nicht nur nach Geschlecht. "Damen/Herren" ist in Deutschland noch Standard, aber eine Gliederung nach Aufwand ("Kurzhaarschnitt", "Langhaarschnitt") bildet Ihre Kalkulation ehrlicher ab und erspart Diskussionen. Der Hintergrund, inklusive der Position der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zur Preisdifferenzierung nach Geschlecht, steht im Artikel zur Preisliste im Friseursalon. Ein praktikabler Mittelweg sind Kategorien wie "Schnitt kurz", "Schnitt mittel/lang", "Herren- und Maschinenschnitte", "Kinder".
  • Die meistgebuchte Kategorie nach oben. Wer 60 Prozent seiner Termine mit Schnitt und Föhnen macht, stellt diese Kategorie an die erste Stelle, nicht "Brautstyling".

Schritt 2: Leistungen benennen, wie Kundinnen sie suchen

Die Kundin kennt Ihre Fachbegriffe nicht. "Glossing", "Illuminage", "Bond RX", "Knetfrisur" sind Stammkundinnen vertraut, Neukundinnen nicht. Drei Regeln für den Namen:

  1. Der Name sagt, was passiert. "Waschen, Schneiden & Föhnen" ist besser als "Komplettservice". "Ansatzfarbe (bis 2 cm Ansatz) inkl. Waschen & Föhnen" ist besser als "Farbe klassisch".
  2. Die Beschreibung erklärt den Rest. Ein bis zwei Sätze: Was ist enthalten, was nicht, für wen ist die Leistung gedacht. Ein Salon in Quedlinburg schreibt zum Beispiel bei der Föhnwelle hinein, dass Waschen, Festiger und Haarspray enthalten sind (FN Frisürstudio Nannett, geprüft am 29. Oktober 2026). Genau diese Information verhindert die Nachfrage an der Kasse.
  3. Keine Marketingnamen ohne Erklärung. "Signature Cut" darf gern so heißen, wenn in der Beschreibung steht: "Beratung, Waschen, Schnitt, Föhnen und Styling, ca. 60 Minuten".

Eine Faustregel, die sich bewährt: Lesen Sie jeden Leistungsnamen laut vor und fragen Sie sich, ob eine Person, die noch nie bei Ihnen war, weiß, was sie bekommt und wie lange es dauert. Wenn nicht, fehlt ein Wort oder ein Satz.

Schritt 3: Varianten nach Haarlänge statt einer Einheitsleistung

Hier liegt der wichtigste Hebel. Dieselbe Leistung dauert bei kinnlangem Haar 45 Minuten und bei hüftlangem, dichtem Haar 75. Ein Katalog, der nur "Damenschnitt, 60 Minuten" kennt, ist immer falsch: zu lang für die eine, zu kurz für die andere.

Die Lösung, die auf praktisch allen gut geführten deutschen Buchungsseiten zu sehen ist: jede längenabhängige Leistung in zwei bis drei Varianten anlegen, jede mit eigener Dauer und eigenem Preis. "Waschen, Schneiden & Föhnen kurz", "… mittel", "… lang".

Die Haarlänge definieren, sonst wählt jede Kundin "mittel"

Eine Variante nach Haarlänge nützt nur, wenn die Kundin weiß, welche sie hat. "Lang" ist für die eine Kundin schulterlang, für die andere hüftlang. Deshalb steht auf guten Buchungsseiten eine Definition direkt im Katalog. Die drei Varianten, die wir auf deutschen Salonseiten gefunden haben (alle geprüft am 29. Oktober 2026):

Modell Definition Beispiel
Ohr / Schulter kurz = bis Ohr, mittel = bis Schulter, lang = ab Schulter Haarwerk Kleinwallstadt, Friseur Ferrand Gelnhausen
Ohr / Kinn kurz = bis zu den Ohren, mittel = bis zum Kinn, lang = ab dem Kinn The Hairscientists Diez
Fünf Stufen sehr kurz = bis 2 cm, kurz = bis Kinn, mittel = Kinn bis Schulter, lang = Schulter bis Brust, sehr lang = Brust bis Taille FN Frisürstudio Nannett Quedlinburg

Welches Modell Sie wählen, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass die Definition in der Beschreibung jeder Variante steht, nicht nur irgendwo im Salonprofil, und dass sie zu Ihrer Kalkulation passt: Wenn bei Ihnen der Zeitsprung zwischen Kinn- und Schulterlänge liegt, ziehen Sie die Grenze dort.

Ein zweiter Satz, der Diskussionen spart, steht beim Quedlinburger Salon wörtlich im Katalog: "Bei sehr dicken und voluminösen Haaren bitte die nächst höhere Kategorie wählen." Damit übertragen Sie die Entscheidung, ob dichtes Haar mehr Zeit braucht, an die Kundin, und zwar vor der Buchung statt an der Kasse.

Wie viele Varianten sind sinnvoll?

So viele, wie sich in Dauer oder Preis wirklich unterscheiden, und keine mehr. Drei Längen für Schnitt und Föhnen, zwei für Strähnen ("kurz" und "mittel/lang"), eine für den Herrenschnitt. Zehn Varianten einer Leistung verwirren genauso wie eine einzige. Ein Blick in Ihre Terminhistorie hilft: Wo zwischen schnellstem und langsamstem Termin derselben Leistung mehr als 20 Minuten liegen, braucht es eine Variante. Wie Sie diese realen Dauern erheben und speziell Farbtermine mit Einwirkzeit kalkulieren, erklärt der Artikel über Farbtermine und Einwirkzeit im Friseursalon ausführlich; hier reicht das Ergebnis: pro Variante eine Dauer, die Ihr Team in den meisten Fällen hält.

Schritt 4: die Dauer so hinterlegen, dass der Kalender hält

Die Dauer im Katalog ist für das Buchungssystem keine Information, sondern eine Regel: Sie blockiert exakt so viele Minuten im Kalender der Mitarbeiterin. Drei Dinge gehören deshalb hinein:

  • Die komplette Zeit am Platz, von der Begrüßung bis zum Bezahlen, nicht nur die Handarbeit. Bei Farbe inklusive Einwirkzeit, Ausspülen und Föhnen.
  • Der Puffer. Stuhl reinigen, Kasse, kurzes Gespräch, Verspätung ausgleichen: 5 bis 15 Minuten je nach Leistung. Wenn Ihr System keinen eigenen Pufferwert pro Leistung kennt, rechnen Sie den Puffer direkt in die Dauer ein; dann gilt er automatisch für jede Online-Buchung. Mehr zu Vorlaufzeit, Puffer und Stornofrist steht im Beitrag zu den Buchungsregeln für die Online-Terminbuchung.
  • Der Raster-Schritt. Dauern in 15-Minuten-Schritten (30, 45, 60, 75, 90) erzeugen auf der Buchungsseite ein sauberes Zeitraster ohne Lücken von 10 Minuten, die niemand füllen kann. Deutsche Salonseiten arbeiten fast durchgängig in 15- oder 30-Minuten-Schritten.

Manche Systeme unterscheiden zwischen der Dauer, die im Kalender blockiert wird, und einer kürzeren Dauer, die der Kundin angezeigt wird (so dokumentiert es zum Beispiel die Hilfe des Anbieters Nearcut, geprüft am 29. Oktober 2026). Unsere Empfehlung: Zeigen Sie die ehrliche Dauer. Eine Kundin, die mit "60 Minuten" plant und nach 90 noch sitzt, ist verärgert; eine, die 90 Minuten eingeplant hat, freut sich über jede Minute früher.

Schritt 5: Preise angeben, ohne Ärger an der Kasse

Fast alle deutschen Salon-Buchungsseiten arbeiten mit "Ab"-Preisen bei Farbe und Strähnen: "Balayage ab 150 €", "Strähnen kurz ab 120 €", oft mit dem Zusatz, dass der Endpreis von Haarlänge, Haardicke und Materialverbrauch abhängt. Das ist verständlich, aber zwei Dinge sollten Sie wissen.

Was die Preisangabenverordnung verlangt

Die PAngV gilt auch für Ihre Buchungsseite: Wer als Unternehmerin Verbrauchern Leistungen unter Angabe von Preisen anbietet oder bewirbt, hat Gesamtpreise anzugeben, also den Endpreis einschließlich Umsatzsteuer (§ 3 Abs. 1 PAngV, geprüft am 29. Oktober 2026). Zusätzlich verlangt § 12 PAngV ein Preisverzeichnis über die wesentlichen Leistungen im Geschäftsraum und im Schaufenster; die Online-Preisliste ersetzt diesen Aushang nicht. "Ab"-Preise und Preisspannen sind in Preisverzeichnissen ein bekanntes Beanstandungs- und Abmahnrisiko, besonders wenn der Mindestpreis in der Praxis fast nie gilt. Die rechtlichen Details, die Bußgeldhöhe und die Frage der Verrechnungssätze behandelt der oben verlinkte Artikel zur Preisliste im Friseursalon; dies hier ist eine redaktionelle Einordnung und keine Rechtsberatung.

Die praktische Lösung: Preisunterschiede in die Leistung verlagern

Für den Katalog heißt das: Je mehr Sie den Preisunterschied in Varianten mit festem Preis abbilden, desto seltener brauchen Sie ein "ab", und desto seltener gibt es an der Kasse eine Überraschung. Konkret:

  • Längenabhängige Leistungen: feste Preise pro Variante (kurz 48 €, mittel 55 €, lang 64 €). Das deckt Schnitt, Föhnen, Ansatzfarbe und Styling ab.
  • Materialabhängige Leistungen: eine klar beschriebene Grundleistung mit festem Preis plus ein benannter Materialzuschlag in der Beschreibung ("Mehrverbrauch Farbe über 60 g: 12 € je weitere 30 g"). Der Zuschlag ist dann kein vages "ab", sondern eine nachvollziehbare Regel.
  • Wirklich unkalkulierbare Leistungen (Farbkorrektur, Komplettveränderung, Extensions): nicht mit Preis online anbieten, sondern über einen Beratungstermin (Schritt 6).

Ein Rechenbeispiel, bewusst vereinfacht und auf Umsatz bezogen, nicht auf Gewinn: Ein Salon mit 300 Terminen im Monat hat bisher bei einem Drittel der Farbtermine an der Kasse 10 bis 20 € "nachkalkuliert". Das sind etwa 30 unangenehme Gespräche im Monat. Nach der Umstellung auf drei Längenvarianten mit festem Preis bleiben vielleicht fünf Sonderfälle. Der Umsatz pro Termin ändert sich kaum, denn der Aufwand war vorher auch da; was sich ändert, ist, dass die Kundin ihn vor der Buchung kennt.

Und ein Hinweis zur Konsistenz: Der Preis auf der Buchungsseite, auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und am Aushang muss derselbe sein. Online-Bewertungen deutscher Salons, in denen "online stand ein anderer Preis als im Salon" steht, sind kein Einzelfall. Eine führende Quelle für alle Preise, aus der der Aushang abgeleitet wird, verhindert das.

Schritt 6: was nicht online buchbar sein sollte

Nicht jede Leistung gehört auf die Buchungsseite. Deutsche Salons, die ihren Katalog ernst nehmen, markieren bestimmte Leistungen ausdrücklich mit "Diese Dienstleistung kann online nicht gebucht werden" oder listen sie mit "auf Anfrage" (beobachtet bei den oben genannten Salons in Quedlinburg, Kleinwallstadt und Diez, geprüft am 29. Oktober 2026). Die typischen Kandidaten:

Leistung Warum nicht blind online Stattdessen
Brautfrisur, Hochsteckfrisur für Veranstaltungen Probetermin, Terminkette, oft mit Anfahrt Beratungs- oder Probetermin online, der Rest telefonisch
Extensions Material muss bestellt werden, Methode und Menge unklar kostenpflichtiger Beratungstermin online
Farbkorrektur, Komplettveränderung (z. B. Dunkel auf Blond) Dauer und Preis erst nach Sichtung der Haare kalkulierbar kurzer Beratungstermin online, Hauptleistung danach
Balayage bei Neukundinnen Erwartung und Machbarkeit müssen abgestimmt werden Beratungstermin, manche Salons bieten die Balayage nur Stammkundinnen online an
Dauerwelle lang / sehr lang Dauer und Materialverbrauch stark streuend auf Anfrage oder nur telefonisch
Azubi-Modellarbeit Verfügbarkeit hängt vom Ausbildungsstand ab nur manuell durch das Team

Zwei Werkzeuge machen das praktikabel:

Der Beratungstermin als eigene Online-Leistung. Statt die Balayage selbst buchbar zu machen, legen Sie "Beratungstermin Balayage, 15 Minuten" an. Deutsche Salons tun genau das, und zwar teils kostenpflichtig: In Diez kostet die Beratung zur Balayage 15 Minuten und 20 €, die zu Extensions oder zur Brautfrisur 30 Minuten und 45 € (The Hairscientists, geprüft am 29. Oktober 2026). Ob Sie die Beratung berechnen, ist Ihre Entscheidung; ein kleiner Preis filtert unverbindliche Anfragen heraus und lässt sich beim Haupttermin anrechnen. Wichtig ist, dass die Beratung online buchbar ist, denn die Kundin, die abends auf dem Sofa nach "Balayage" sucht, braucht einen nächsten Schritt, der nicht "Montag anrufen" heißt.

Leistungen ausblenden statt löschen. Jedes brauchbare Buchungssystem kann eine Leistung aus der Online-Buchung nehmen, ohne sie aus dem Kalender zu verbannen; das Team trägt sie dann manuell ein, wenn die Kundin anruft. Die Nearcut-Hilfe beschreibt das Prinzip wörtlich: Die Leistung kann "immer noch manuell vom Mitarbeiter gebucht werden". So bleibt der Katalog vollständig, aber nur das Kalkulierbare ist für Fremde freigegeben.

Schritt 7: Zusatzleistungen und Pakete sauber abbilden

Zwei Sonderfälle bringen Kataloge regelmäßig durcheinander.

Zusatzleistungen wie Intensivkur, Pony schneiden, Augenbrauen zupfen, Glossing dauern 5 bis 20 Minuten und werden selten allein gebucht. Wie Sie sie am Stuhl und auf der Buchungsseite so anbieten, dass der Durchschnittsbon steigt, zeigt der Beitrag zu Zusatzleistungen im Friseursalon. Legen Sie sie trotzdem als eigene Leistungen mit ehrlicher Dauer und festem Preis an (Gelnhausen: "Intensivkur, 10 Minuten, 10 €", Quedlinburg: "Pony schneiden, 5 Minuten, 7,50 €"). Wenn Ihr System erlaubt, mehrere Leistungen in einer Buchung zu kombinieren, addieren sich Dauer und Preis automatisch. Wenn nicht, schreiben Sie in die Beschreibung der Hauptleistung: "Intensivkur (+10 Min., +10 €) bitte an der Rezeption dazubuchen", und planen Sie in den Puffer ein, dass das vorkommt.

Pakete ("Dauerwelle komplett inkl. Waschen, Schneiden, Föhnen und Pflege") sind für die Kundin bequem und für den Kalender sauber, weil Dauer und Preis feststehen. Benennen Sie im Namen oder der Beschreibung immer, was enthalten ist. Der häufigste Streit an der Kasse entsteht, wenn "Farbe" einmal mit und einmal ohne Schnitt gemeint war. Deutsche Salons lösen das mit Doppelpositionen: "Farbe / Tönung mit Schnitt" und "Farbe / Tönung ohne Schnitt", jede mit eigener Dauer und eigenem Preis.

Checkliste: Ihr Leistungskatalog in 30 Minuten geprüft

  • Fünf bis acht Kategorien, meistgebuchte zuerst
  • Jeder Name sagt, was enthalten ist; Fachbegriffe sind in der Beschreibung erklärt
  • Längenabhängige Leistungen in zwei bis drei Varianten, Haarlänge in jeder Beschreibung definiert
  • Hinweis für dichtes Haar ("nächsthöhere Kategorie wählen")
  • Dauer = komplette Zeit am Platz inklusive Einwirkzeit und Puffer, in 15-Minuten-Schritten
  • Feste Gesamtpreise inklusive Umsatzsteuer pro Variante; "ab" nur, wo es unvermeidbar ist, dann mit erklärtem Zuschlag
  • Unkalkulierbare Leistungen nicht online, dafür ein buchbarer Beratungstermin
  • Zusatzleistungen als eigene Positionen mit Dauer und Preis
  • Preis online = Preis am Aushang = Preis an der Kasse
  • Probebuchung vom eigenen Handy als "Neukundin" gemacht
  • Termin im Kalender: Katalog einmal im Jahr gegen die realen Dauern prüfen

So setzen Sie das in ViteUneCoupe um, und wo die Grenzen liegen

ViteUneCoupe ist ein Terminbuchungstool für Friseursalons aus Frankreich, auf Deutsch verfügbar, kein komplettes Salon-Management-System: keine Kasse, kein Lager, keine Lohnabrechnung. Für den Leistungskatalog bietet die kostenlose Version alles aus diesem Artikel: Sie legen Kategorien an, darin Leistungen mit Name, Beschreibung, Dauer in Minuten und Preis, und jede Leistung lässt sich einzeln aktivieren oder deaktivieren, sodass sie aus der Online-Buchung verschwindet, ohne gelöscht zu werden. Die hinterlegte Dauer steuert direkt, welche Zeitfenster Kundinnen buchen können. Online-Buchungen sind unbegrenzt und dauerhaft mit 0 % Provision, eine Kreditkarte ist für den Start nicht nötig.

Ehrlich gesagt gehört auch dazu, was der Katalog nicht kann:

  • Ein fester Preis pro Leistung. Es gibt kein eigenes "ab"-Feld und keine Preisspanne. Das passt zur Empfehlung dieses Artikels (Varianten mit festem Preis), heißt aber: Wer unbedingt "ab"-Preise zeigen will, schreibt das in die Beschreibung.
  • Kein separates Pufferfeld pro Leistung. Den Puffer rechnen Sie in die Dauer ein, wie oben beschrieben.
  • Keine automatische Kombination von Zusatzleistungen zu einer Buchung mit addierter Dauer. Zusatzleistungen legen Sie als eigene Positionen an oder benennen sie in der Beschreibung der Hauptleistung.

Bestätigungs-, Erinnerungs- und Dankes-E-Mails sowie die Kalender-Synchronisation per ICS stecken im Standard-Tarif für 29 € zzgl. MwSt. pro Monat, monatlich kündbar; SMS-Erinnerungen bietet ViteUneCoupe nicht an. Ein Anti-No-Show-Schutz über die Hinterlegung der Bankkarte ist im Tarif Standard + Anti No-Show für 49 € zzgl. MwSt. pro Monat angekündigt und noch nicht buchbar. Wie sich das gegen andere deutsche Anbieter schlägt, zeigt der Vergleich der Terminsoftware für Friseursalons.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Leistungen sollte ein Friseursalon online anbieten?

So viele, wie kalkulierbar sind, gegliedert in fünf bis acht Kategorien. Typische Kataloge deutscher Salons liegen zwischen 20 und 50 Positionen inklusive Varianten nach Haarlänge und Zusatzleistungen. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern dass jede Position eine Dauer hat, die hält, und einen Preis, der stimmt.

Soll ich Leistungen nach Haarlänge oder nach Damen und Herren aufteilen?

Nach Aufwand, also nach Haarlänge und Technik. Das bildet Ihre Kalkulation ehrlich ab und entspricht der Empfehlung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Preislisten nach Art der Leistung statt nach Geschlecht zu gliedern. Definieren Sie die Längen dabei ausdrücklich, zum Beispiel kurz = bis Ohr, mittel = bis Schulter, lang = ab Schulter.

Darf ich auf der Buchungsseite "ab"-Preise angeben?

Riskant. Die PAngV verlangt gegenüber Verbrauchern Gesamtpreise inklusive Umsatzsteuer, und "ab"-Preise oder Preisspannen im Preisverzeichnis werden von Behörden und Abmahnern beanstandet, vor allem wenn der Mindestpreis praktisch nie gilt. Sicherer sind feste Preise pro Variante und klar benannte Materialzuschläge. Keine Rechtsberatung; im Zweifel Innung oder Anwältin fragen.

Welche Leistungen sollte ich nicht online buchbar machen?

Alles, dessen Dauer und Preis Sie erst nach Sichtung der Haare kalkulieren können: Farbkorrekturen, Komplettveränderungen, Extensions, Brautfrisuren, oft auch Balayage bei Neukundinnen. Bieten Sie stattdessen einen kurzen Beratungstermin online an und tragen Sie die Hauptleistung nach der Beratung selbst ein.

Wie lang sollte ich eine Leistung im Katalog eintragen?

Die komplette Zeit am Platz inklusive Einwirkzeit und einem Puffer von 5 bis 15 Minuten, in 15-Minuten-Schritten. Messen Sie zwei bis vier Wochen lang die realen Dauern pro Leistung und Mitarbeiterin, statt zu schätzen, und prüfen Sie den Katalog einmal im Jahr nach.

Was mache ich, wenn eine Kundin online die falsche Variante gebucht hat?

Freundlich am Platz ansprechen, bevor Sie anfangen: "Bei Ihrer Haarlänge ist es die lange Variante, das sind 64 € und etwa 20 Minuten mehr, passt das für Sie?" Danach die Beschreibung der Varianten im Katalog so präzisieren, dass der Fall seltener wird, zum Beispiel mit dem Hinweis für dichtes Haar.

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