Fresha Alternativen für Friseursalons in Deutschland: Kosten und Vergleich 2026
Fresha war jahrelang die Software, die "für immer kostenlos" versprach. Das gilt nicht mehr: Wer sich heute auf der deutschen Preisseite anmeldet, zahlt ein Abo (14,95 € pro Monat für Selbstständige, 9,95 € je Teammitglied im Team-Tarif) und dazu Gebühren, die mit der Nutzung wachsen: je Online-Zahlung, je Kartenzahlung, je SMS über das Freikontingent hinaus. Das ist kein Skandal, aber es ist ein anderes Modell als das, mit dem viele Friseursalons einmal eingestiegen sind.
Dieser Artikel rechnet nach, was Fresha einen Friseursalon in Deutschland im Oktober 2026 tatsächlich kostet (alle Angaben von der offiziellen deutschen Preisseite, geprüft am 29. Oktober 2026), sagt ehrlich, was Fresha gut macht, und stellt fünf geprüfte Alternativen mit öffentlichen deutschen Preisen vor. Darunter ViteUneCoupe, ein kostenloses Terminbuchungssystem ohne Provision, das bewusst kleiner ist als Fresha. Wo das ein Nachteil ist, steht es hier genauso offen wie der Vorteil.
Eine Abgrenzung vorweg: Es geht um Deutschland. Fresha veröffentlicht für Österreich und die Schweiz eigene Seiten, und die Alternativen unterscheiden sich je Land. Preise ändern sich, prüfen Sie vor einer Entscheidung immer die aktuelle Preisseite.
Was kostet Fresha einen Friseursalon in Deutschland?
Fresha trennt auf fresha.com/de/pricing vier Kostenblöcke: das Abo, die Marktplatz-Gebühren, die Zahlungsgebühren und die Nachrichten. Dazu kommen kostenpflichtige Add-ons. Alle folgenden Zahlen stammen von dieser Seite, geprüft am 29. Oktober 2026.
Das Abo: Selbstständig, Team, Enterprise
- Selbstständig: 14,95 € pro Monat. Ein buchbares Teammitglied, also eine Kalenderspalte.
- Team: 9,95 € pro buchbarem Teammitglied und Monat. Ein Salon mit vier Kalenderspalten zahlt also 39,80 € im Monat.
- Enterprise: individueller Preis für mehr als 20 Teammitglieder.
Abgerechnet wird monatlich, es gibt eine siebentägige Testphase und laut FAQ "weder eine Mindestlaufzeit noch einen langfristigen Vertrag". Das ist fair und verdient Erwähnung.
Eine Kuriosität, die Sie kennen sollten: Die deutsche Preisseite weist ihre Preise als "exkl. 20.0 % Mehrwertsteuer" aus. 20 % ist nicht der deutsche Umsatzsteuersatz (19 %), derselbe Hinweis steht auch auf der englischen Seite. Behandeln Sie die Angabe deshalb als "netto, zuzüglich der jeweils geltenden Mehrwertsteuer" und rechnen Sie für Ihren Salon mit 19 % obendrauf.
Zahlungsgebühren: hier wächst die Rechnung mit dem Umsatz
Fresha ist auch ein Zahlungsdienstleister, und das ist der Teil, den viele Salons erst auf der Monatsabrechnung bemerken:
| Zahlungsart | Gebühr laut Preisseite |
|---|---|
| Online-Zahlungen (Vorauszahlung, Anzahlung, Gutschein) | 1,29 % + 0,15 € je Transaktion |
| Kartenzahlung vor Ort über Fresha-Terminal | 0,59 % + 0,15 € je Transaktion |
| Tap-to-Pay (Zahlung am Smartphone) | zusätzlich 0,10 € je Autorisierung |
| Klarna (Jetzt kaufen, später bezahlen) | 4,99 % + 0,50 € je Transaktion |
| Terminalgerät | ab 119 € je Gerät |
Die Sätze sind für sich genommen marktüblich. Entscheidend ist, dass sie zusätzlich zum Abo anfallen und sich an Ihrem Umsatz bemessen, nicht an Ihrem Gewinn. Wer die No-Show-Funktionen von Fresha nutzt (Anzahlung oder Kartenhinterlegung bei der Online-Buchung), zahlt damit automatisch auf jeden online abgesicherten Termin die Online-Gebühr.
Nachrichten: E-Mail kostenlos, SMS und WhatsApp nach Kontingent
Automatische E-Mails und Benachrichtigungen in der Fresha-App sind unbegrenzt kostenlos. SMS und WhatsApp-Nachrichten (Bestätigungen, Erinnerungen) sind pro Teammitglied 20 Stück im Monat frei, danach kostet eine SMS 0,10 € und eine WhatsApp-Nachricht je nach Vorlage 0,09 € bis 0,23 €. Marketing-SMS kosten 0,14 €, Marketing-E-Mails sind 50 Stück pro Teammitglied frei, danach 0,02 € je E-Mail.
Für einen Salon, der seine Kundschaft per SMS erinnern will, ist das Kontingent schnell aufgebraucht: 20 Frei-SMS je Teammitglied decken bei einer Vollzeitkraft nicht einmal eine Woche Termine ab.
Marktplatz und Neukundengebühr: was belegt ist und was nicht
Hier wird es unübersichtlich, und wir bleiben bei dem, was sich belegen lässt. Auf der deutschen Preisseite steht unter "Fresha Marketplace, Neukunden" die Beschreibung "Einmalige Gebühr für Neukunden, die dein Unternehmen über Fresha Marketplace entdecken", der angezeigte Preis ist "Kostenlos", ohne Prozentsatz. Für Bestandskunden heißt es: nie eine Gebühr.
Gleichzeitig existiert im deutschen Hilfe-Center der Artikel Über die Marketplace-Neukundengebühr (geprüft am 29. Oktober 2026). Er beschreibt eine Gebühr als Prozentsatz des Wertes der online gebuchten Leistungen, mit einem Höchstbetrag für teure und einem Mindestbetrag für günstige Termine, nennt aber weder den Prozentsatz noch die Beträge und verweist dafür auf die Preisseite. Die Gebühr fällt nur an, wenn drei Bedingungen zusammentreffen: Buchung über den Fresha-Marktplatz, Kontaktdaten, die zu niemandem in Ihrer Kundenkartei passen, und die Bestätigung der Kundin, dass es ihr erster Termin bei Ihnen ist. Buchungen über Ihren eigenen Link, Instagram oder Facebook sind ausdrücklich ausgenommen.
Ehrliches Fazit: Ob und in welcher Höhe in Deutschland aktuell eine Neukundengebühr berechnet wird, ist auf den öffentlichen Seiten nicht eindeutig dokumentiert. Die kursierenden "20 Prozent" stammen aus Drittquellen, teils aus dem US-Markt, und tauchen auf der deutschen Preisseite nicht auf. Fragen Sie das vor der Anmeldung schriftlich beim Support nach und lassen Sie sich die Antwort bestätigen.
Add-ons: die lange Liste
Wer mehr als den Kalender will, zahlt pro Baustein, zum Beispiel Smart Website 13,95 € im Monat, Insights 9,95 € je buchbarem Teammitglied, Google Rating Boost 12,95 € je Standort, Kundenbindung 59,95 € je Standort, KI-Rezeption 28,95 € (nur Nachrichten) bis 94,95 € (Anrufe und Nachrichten) je Standort. Keiner dieser Bausteine ist Pflicht, aber der niedrige Einstiegspreis sagt wenig über die Rechnung eines Salons aus, der drei davon aktiviert.
Nicht dokumentiert ist auf der deutschen Preisseite eine klassische Kasse mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung (TSE), wie sie für Registrierkassen in Deutschland vorgeschrieben ist. Fresha bietet Zahlungsterminals und Kassenfunktionen an; ob und wie die deutschen Kassenpflichten abgedeckt sind, klären Sie vor einem Umstieg direkt mit dem Anbieter und Ihrer Steuerberatung.
Rechenbeispiel: ein Salon mit drei Kalenderspalten
Ein bewusst vereinfachtes Rechenbeispiel, keine Prognose. Ein Friseursalon in Deutschland hat drei buchbare Mitarbeitende, 400 Termine im Monat und einen Durchschnittsbon von 55 €. Er erinnert jede Kundin per SMS, sichert 40 % der Termine (160) mit einer Online-Vorauszahlung ab und nimmt den Rest vor Ort über das Fresha-Terminal an.
| Posten | Rechnung | Betrag pro Monat |
|---|---|---|
| Team-Abo | 3 × 9,95 € | 29,85 € |
| SMS-Erinnerungen | 400 SMS, 60 frei, 340 × 0,10 € | 34,00 € |
| Online-Zahlungen | 160 × 55 € = 8.800 €; 1,29 % + 160 × 0,15 € | 137,52 € |
| Kartenzahlung vor Ort | 240 × 55 € = 13.200 €; 0,59 % + 240 × 0,15 € | 113,88 € |
| Summe | 315,25 € zzgl. MwSt. |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Das Abo ist mit knapp 30 € der kleinste Posten. Zweitens: Rund 250 € entfallen auf die Zahlungsabwicklung, also auf eine Leistung, die ein Salon auch bei einem anderen Zahlungsanbieter einkaufen kann und die unabhängig von der Terminsoftware anfällt. Wer die Kartenzahlung ohnehin über ein eigenes Terminal abwickelt, zahlt bei Fresha im Beispiel etwa 64 € im Monat (Abo plus SMS) und hat ein günstiges Buchungssystem. Wer alles über Fresha laufen lässt, zahlt rund 315 €, und zwar bezogen auf 22.000 € Umsatz, nicht auf den Gewinn, der im Friseurhandwerk nur einen Bruchteil davon ausmacht.
Der Vergleich zu einem Festpreismodell zeigt den Mechanismus: Dieselben 400 Termine kosten bei einem Anbieter mit festem Monatspreis genau diesen Monatspreis, egal wie hoch der Bon ist. Wie Sie Gesamtkosten über ein Jahr vergleichen, statt nur Einstiegspreise, haben wir im Artikel über kostenlose und bezahlte Friseursoftware ausführlich durchgerechnet.
Was Fresha gut macht
Ein Vergleich, der nur Nachteile aufzählt, ist nicht glaubwürdig. Fresha hat echte Stärken:
- Niedriger Einstiegspreis ohne Bindung. 14,95 € für Selbstständige, monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. Das unterbietet die meisten deutschen Anbieter deutlich.
- Moderne Oberfläche und Kunden-App. Fresha ist auf Smartphone und Tablet angenehm zu bedienen, und die Kundschaft kann über die Fresha-App buchen, verschieben und bezahlen.
- E-Mail-Erinnerungen ohne Aufpreis. Automatische E-Mails und App-Benachrichtigungen sind unbegrenzt kostenlos, nur SMS und WhatsApp kosten nach dem Kontingent.
- Zahlungen und No-Show-Schutz aus einer Hand. Anzahlung oder Kartenhinterlegung bei der Online-Buchung sind eingebaut; Sie brauchen keinen zweiten Dienstleister.
- Dokumentierter Datenexport. Das deutsche Hilfe-Center beschreibt den Export der Kundenliste als CSV oder Excel (geprüft am 29. Oktober 2026). Das ist nicht bei jedem Anbieter so selbstverständlich.
- Wachsende Präsenz in Deutschland. Laut einer Meldung von Berlin Partner vom 2. September 2026 richtet Fresha in Berlin einen Standort für Deutschland, Österreich und die Schweiz ein und will dort 100 Vertriebsstellen schaffen (invest-in.berlin, geprüft am 29. Oktober 2026). Mehr lokale Betreuung ist für deutsche Salons eine gute Nachricht.
Für einen Ein-Personen-Salon, der Kartenzahlung ohnehin über einen Dienstleister abwickelt und seine Kundschaft per E-Mail erinnert, ist Fresha preislich schwer zu schlagen. Die Frage ist, ob das Ihr Salon ist.
Wann sich eine Fresha-Alternative lohnt
Aus den Zahlen oben ergeben sich fünf typische Gründe, warum Friseursalons in Deutschland nach einer Alternative suchen:
- Sie wollen planbare Kosten. Je höher Umsatz und Bon, desto mehr zahlen Sie bei Fresha über die Zahlungsgebühren. Ein Festpreis ist bei wachsendem Salon günstiger und vor allem kalkulierbar.
- Sie erinnern per SMS. 0,10 € je SMS nach 20 Frei-SMS pro Kopf summieren sich; deutsche Anbieter wie studiolution liegen mit 0,07 € darunter, ViteUneCoupe erinnert ausschließlich per E-Mail und damit ohne Stückkosten.
- Sie brauchen eine Kasse mit TSE. Dafür gibt es in Deutschland spezialisierte Anbieter, deren Kassenpflicht-Konformität öffentlich dokumentiert ist.
- Sie wollen die Neukundengebühr nicht erst im Support klären müssen. Bei einem Anbieter ohne Marktplatz stellt sich die Frage gar nicht.
- Sie möchten deutschen Support und einen Vertragspartner in Deutschland. Fresha baut das gerade auf; Shore, studiolution und belbo haben es.
Keiner dieser Gründe gilt für jeden Salon. Treffen zwei oder drei auf Sie zu, lohnt der Blick auf die Alternativen.
Fresha-Alternativen für Friseursalons in Deutschland im Vergleich
Alle Preise wurden am 29. Oktober 2026 auf den offiziellen deutschen Seiten der Anbieter geprüft. "Nicht auf der Preisseite dokumentiert" heißt genau das, nicht "nicht vorhanden". Den Gesamtmarkt mit zehn Anbietern, darunter Planity, Phorest, Timify und belbo, deckt unser Vergleich der Terminsoftware für Friseursalons ab; hier konzentrieren wir uns auf die Anbieter, die für Fresha-Nutzer die naheliegendsten Kandidaten sind.
| Anbieter | Grundpreis | Provision / Marktplatz | Erinnerungen | Zahlungsgebühren | Bindung |
|---|---|---|---|---|---|
| Fresha | 14,95 €/Monat solo, 9,95 € je Teammitglied | Marktplatz; Neukundengebühr auf der Preisseite als "Kostenlos" angezeigt, im Hilfe-Center als Prozentgebühr beschrieben | E-Mail kostenlos, SMS 0,10 € nach 20 Frei-SMS | online 1,29 % + 0,15 €, vor Ort 0,59 % + 0,15 € | keine Mindestlaufzeit |
| ViteUneCoupe | 0 € (kostenlose Version), Standard 29 € zzgl. MwSt./Monat | 0 %, dauerhaft; kein Marktplatz | E-Mail (Standard), keine SMS | keine Zahlungsabwicklung | monatlich kündbar |
| studiolution | 27,95 € netto/Monat (22,95 € jährlich), +2,95 € je weiterem Teammitglied | keine Provision | SMS-Modul 2,50 €/Monat + 0,07 €/SMS, E-Mail | studiolution Pay: online 1,29 % + 9 ct, Girocard ab 0,85 % + 9 ct | monatlich kündbar oder 12 Monate |
| Shore | Booking 49,90 €/Monat jährlich, 59,90 € monatlich, zzgl. 19 % MwSt. | keine Provision, kein Marktplatz | SMS, E-Mail, WhatsApp (SMS-Preis nicht dokumentiert) | umsatzabhängig, Satz nicht dokumentiert | 12 Monate (jährlich) oder 1 Monat |
| Salonkee | Go ab 59 €/Monat (MwSt.-Status nicht angegeben), Smart und Pro auf Anfrage | eigener Marktplatz, Provision nicht dokumentiert | SMS und E-Mail (Go), SMS-Preis nicht dokumentiert | nicht dokumentiert (Payments ab Smart) | nicht dokumentiert |
| Booksy | 35 €/Monat zzgl. Steuern, +7 € je weiterer Person | eigener Marktplatz; "weder Provisionen noch Buchungsgebühren" laut Preisseite | Bestätigungen und Erinnerungen kostenlos, 100 Marketing-SMS/Monat frei | nicht dokumentiert | jederzeit kündbar |
Quellen: fresha.com/de/pricing, studiolution.com/preise, shore.com/de/preise, salonkee.com/pro/de-DE/preise, biz.booksy.com/de-de/preise, jeweils geprüft am 29. Oktober 2026.
ViteUneCoupe: kostenlos, ohne Provision und ohne Zahlungsgebühren
Fangen wir mit dem eigenen Produkt an, inklusive seiner Grenzen. ViteUneCoupe ist ein reines Terminbuchungssystem aus Frankreich, vollständig auf Deutsch verfügbar. Die kostenlose Version enthält unbegrenzte Online-Buchungen mit dauerhaft 0 % Provision, eine eigene Buchungsseite, den Leistungskatalog mit Dauern und Preisen, Mitarbeiterpläne, Kundenkartei und Kalender. Es gibt keine Testphase, die abläuft, und keine Kreditkarte beim Start.
Der Standard-Tarif kostet 29 € zzgl. MwSt. pro Monat, monatlich kündbar, und ergänzt automatische Bestätigungs-, Erinnerungs- und Dankes-E-Mails sowie die Kalender-Synchronisation per ICS. Ein Tarif "Standard + Anti-No-Show" für 49 € zzgl. MwSt. pro Monat mit Bankkarten-Hinterlegung gegen Terminausfälle ist angekündigt und als "bald verfügbar" ausgewiesen, also noch nicht buchbar.
Was ViteUneCoupe im Vergleich zu Fresha nicht bietet, gehört ehrlich dazu: keinen Marktplatz mit eigenem Publikum, keine SMS- oder WhatsApp-Erinnerungen, keine Zahlungsabwicklung, keine Anzahlungen, keine Kasse, keine Warteliste. Für Salons, die Kartenzahlung ohnehin über ihr eigenes Terminal abwickeln, ist genau das der Punkt: Die Terminbuchung kostet nichts und wächst nicht mit dem Umsatz. Für Salons, die Vorauszahlungen bei der Buchung zwingend brauchen, ist Fresha oder studiolution heute die passendere Wahl.
studiolution: deutsche Komplettlösung mit transparenten Preisen
studiolution aus Nürnberg ist für Fresha-Nutzer, die Kasse und Termine aus einer deutschen Hand wollen, der naheliegendste Kandidat. Das Termin- und Online-Buchungspaket "Uschi" kostet 27,95 € netto pro Monat bei monatlicher Zahlung (22,95 € bei Jahreszahlung), jede weitere Mitarbeiterin 2,95 €, ab acht Mitarbeitenden gilt ein Festpreis. Das Paket mit GoBD-konformer Kasse ("Uschi & Klaus") kostet 37,95 € netto, die TSE 6,95 € im Monat. SMS kosten 2,50 € Grundgebühr plus 0,07 € je Nachricht, Online-Zahlungen über studiolution Pay 1,29 % + 9 Cent. 30 Tage kostenloser Test, Einrichtung und Support kostenlos, Import der Altdaten durch das Team.
Im Vergleich zu Fresha zahlen Sie mehr Grundgebühr, bekommen dafür aber eine dokumentierte deutsche Kasse mit TSE, günstigere SMS und einen Vertragspartner mit deutschem Telefonsupport. Der Marktplatz fehlt (studiolution betreibt mit studiobookr ein eigenes Verzeichnis, dessen Konditionen nicht öffentlich sind).
Shore: der Münchner Anbieter für größere Salons
Shore deckt vom Kalender bis zur Kasse alles ab und ist am deutschen Markt seit Jahren etabliert. Der Tarif "Booking" kostet 49,90 € pro Monat im Jahresvertrag beziehungsweise 59,90 € bei monatlicher Zahlung, "Booking + Marketing" 69,90 € beziehungsweise 79,90 €, das All-in-One-Paket mit Kasse 119,90 € beziehungsweise 129,90 €, jeweils zzgl. 19 % MwSt. Die Cloud-TSE kostet 9 € im Monat extra. Erinnerungen gehen per SMS, E-Mail und (über einen Drittanbieter) WhatsApp, der Preis je SMS steht nicht auf der Preisseite. Laut AGB hat der Jahresvertrag eine Grundlaufzeit von zwölf Monaten mit einem Monat Kündigungsfrist und verlängert sich um jeweils zwölf Monate; der Monatsvertrag ist mit 14 Tagen Frist kündbar.
Shore ist für einen Fresha-Umsteiger ein Sprung nach oben: deutlich teurer, deutlich mehr Funktionen, deutsche Betreuung. Sinnvoll für Salons mit mehreren Mitarbeitenden, die eine Komplettlösung wollen und den Jahresvertrag bewusst eingehen.
Salonkee: Marktplatz plus Software, Preise nur teilweise öffentlich
Salonkee aus Luxemburg ist in Deutschland mit Software und eigenem Buchungsmarktplatz aktiv. Die deutsche Preisseite nennt das Einstiegspaket "Go" mit "Ab 59 € / Monat" (Kalender, Online-Buchung, Listing auf Salonkee, Warteliste, Bestätigungen und Erinnerungen per SMS und E-Mail, 500 E-Mails pro Monat); die Pakete "Smart" (mit Kasse) und "Pro" tragen keinen Preis. Ob 59 € netto oder brutto sind, welche Laufzeit gilt und was eine SMS kostet, steht nicht auf der Seite.
Wer die Marktplatz-Idee von Fresha schätzt, aber einen Anbieter mit stärkerer Präsenz in Deutschland sucht, sollte Salonkee ein schriftliches Angebot abgeben lassen und dabei gezielt nach Provision, SMS-Kosten und Kündigungsfrist fragen.
Booksy: Festpreis mit Marktplatz, in Deutschland aktiv
Booksy ist international vor allem als Marktplatz-App bekannt und betreibt eine deutsche Preisseite: "Alles für 35,00 €" pro Monat zzgl. Steuern, 7 € je zusätzlicher Person, sieben Tage Test, keine Vertragsbindung, jederzeit kündbar. Terminbestätigungen und Erinnerungen sind laut Preisseite immer kostenlos, 100 Marketing-SMS pro Monat sind enthalten, und die Seite verspricht: "Wir berechnen weder Provisionen noch Buchungsgebühren." Zahlungsgebühren, Kasse und TSE sind auf der deutschen Preisseite nicht dokumentiert, der deutschsprachige Support ebenfalls nicht.
Für einen Salon, der den Marktplatz-Gedanken behalten, aber die variablen Fresha-Kosten loswerden will, ist Booksy preislich interessant. Prüfen Sie vorher, wie viele Salons und Kundinnen in Ihrer Stadt die App überhaupt nutzen; ein Marktplatz ohne lokales Publikum ist nur ein teurer Kalender. Welche Wege es wiederum aus Booksy heraus gibt, haben wir im Beitrag zu Booksy-Alternativen für Friseursalons zusammengestellt.
Treatwell: Reichweite gegen Provision
Treatwell ist der bekannteste Beauty-Marktplatz in Deutschland und damit die Alternative für Salons, denen bei Fresha vor allem die Neukundschaft gefällt. Das Modell ist allerdings genau umgekehrt zu einem Festpreis: Abo ab 39 € zzgl. MwSt. plus 35 % Provision auf die Erstbuchung jeder Marktplatz-Neukundin (laut FAQ der Preisseite, standortabhängig), Folgebuchungen provisionsfrei. Wer vor Fresha-Gebühren flieht, landet hier bei einer deutlich höheren, aber klar dokumentierten Provision. Ob sich das rechnet, hängt allein von Ihrer Neukundenquote ab.
So wechseln Sie von Fresha zu einer Alternative
Der Wechsel von Fresha ist technisch einfacher als bei vielen anderen Anbietern, weil es keine Mindestlaufzeit gibt und der Datenexport dokumentiert ist. Vier Schritte:
- Kundenliste exportieren. Fresha beschreibt im Hilfe-Center den Export der Kundenliste als CSV- oder Excel-Datei. Exportieren Sie, solange Ihr Konto aktiv ist, und prüfen Sie die Datei: Sind E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Notizen vollständig?
- Termine der kommenden Wochen sichern. Bereits gebuchte Termine sollten Sie entweder im neuen System manuell nachtragen oder Fresha bis zum letzten gebuchten Termin parallel weiterlaufen lassen. Bei einem Abo ohne Mindestlaufzeit kostet der Parallelbetrieb nur einen weiteren Monat.
- Neues System parallel einrichten. Legen Sie Leistungen, Dauern, Preise und Mitarbeiterpläne im Nachfolger an und testen Sie eine Woche lang selbst, bevor Kundschaft den neuen Link bekommt. Bei einem dauerhaft kostenlosen Tarif entsteht dabei kein Druck durch eine ablaufende Testphase.
- Kundschaft umleiten. Neuer Buchungslink auf Google-Unternehmensprofil, Website und Instagram, eine kurze Information per E-Mail an die Stammkundschaft, dann erst die Kündigung bei Fresha.
Die ausführliche Anleitung mit Vertragscheck, DSGVO-Hinweisen zur Datenübergabe und einem Zeitplan finden Sie im Leitfaden zum Softwarewechsel im Friseursalon.
Checkliste: diese fünf Fragen klären Sie vor der Entscheidung
Egal ob Sie bei Fresha bleiben oder wechseln, lassen Sie sich diese Punkte schriftlich beantworten:
- Was kostet das System pro Jahr für meine Teamgröße, inklusive aller Pflichtmodule?
- Welche Gebühren hängen von meinem Umsatz ab (Zahlungen, Provisionen, Neukundengebühren), und wie hoch sind sie genau?
- Was kostet eine Erinnerung per SMS über das Kontingent hinaus, und reicht E-Mail für meine Kundschaft?
- Ist eine Kasse mit TSE enthalten oder dokumentiert, falls ich sie brauche?
- Bekomme ich meine Kundendaten beim Ausstieg vollständig und maschinenlesbar heraus?
Wer diese fünf Antworten nebeneinanderlegt, sieht schnell, ob der niedrige Fresha-Einstiegspreis für den eigenen Salon tatsächlich der günstigste Weg ist.
Häufig gestellte Fragen
Ist Fresha in Deutschland noch kostenlos?
Nein. Die deutsche Preisseite weist im Oktober 2026 ein Abo aus: 14,95 € pro Monat für Selbstständige und 9,95 € je buchbarem Teammitglied im Team-Tarif, monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit. Dazu kommen Gebühren je Zahlung und je SMS über das Freikontingent hinaus. Automatische E-Mails bleiben kostenlos.
Verlangt Fresha in Deutschland eine Provision für Neukunden?
Die deutsche Preisseite zeigt die Neukundengebühr für den Marktplatz als "Kostenlos" an, ein Hilfe-Artikel beschreibt sie dagegen als Prozentgebühr auf den Wert der Erstbuchung, ohne Zahl. Für Bestandskunden und für Buchungen über Ihren eigenen Link, Instagram oder Facebook fällt laut beiden Quellen nie eine Gebühr an. Lassen Sie sich die aktuelle Regelung vor der Anmeldung schriftlich bestätigen.
Gibt es eine komplett kostenlose Fresha-Alternative für Friseursalons?
Ja. ViteUneCoupe bietet eine dauerhaft kostenlose Version mit unbegrenzten Online-Buchungen, 0 % Provision, eigener Buchungsseite, Kundenkartei und Mitarbeiterplänen. Es gibt keinen Marktplatz, keine SMS und keine Zahlungsabwicklung. E-Mail-Erinnerungen und Kalender-Synchronisation sind Teil des Standard-Tarifs für 29 € zzgl. MwSt. pro Monat, monatlich kündbar.
Welche Fresha-Alternative hat eine Kasse mit TSE für Deutschland?
studiolution ("Uschi & Klaus" ab 37,95 € netto plus 6,95 € TSE), Shore (Kassen-Pakete ab 49,90 € zzgl. MwSt. plus 9 € Cloud-TSE) und Salonkee (Paket "Smart", Preis auf Anfrage) dokumentieren eine Kasse für den deutschen Markt. Fresha, Booksy und ViteUneCoupe tun das auf ihren deutschen Preisseiten nicht; ViteUneCoupe ist ausdrücklich keine Kasse.
Bekomme ich meine Kundendaten aus Fresha heraus?
Ja. Das deutsche Fresha-Hilfe-Center beschreibt den Export der Kundenliste als CSV- oder Excel-Datei. Exportieren Sie vor der Kündigung und prüfen Sie die Datei auf Vollständigkeit, insbesondere bei E-Mail-Adressen und Notizen.
Lohnt sich Fresha für einen kleinen Friseursalon trotzdem?
Für einen Ein-Personen-Salon, der Kartenzahlungen über ein eigenes Terminal abwickelt und per E-Mail erinnert, ist Fresha mit 14,95 € im Monat günstig und flexibel. Teuer wird es, wenn Online-Vorauszahlungen, Kartenzahlungen über Fresha und SMS-Erinnerungen zusammenkommen, weil diese Kosten mit dem Umsatz wachsen. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen, nicht mit dem Einstiegspreis.